Regenwasser als Notreserve: Sammeln, lagern und sicher nutzen

Wenn bei einem Stromausfall, einem Rohrbruch oder einer anderen Krise kein Leitungswasser mehr zur Verfügung steht, wird der vorhandene Trinkwasservorrat schnell wertvoll. Doch was passiert, wenn die eingelagerten Flaschen und Kanister nicht ausreichen?

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Wer ein Haus, einen Garten oder einen Balkon besitzt, denkt dabei häufig an Regenwasser. Schließlich lässt es sich vergleichsweise einfach in einer Regentonne, einem IBC-Container oder einer Zisterne sammeln. Für die Gartenbewässerung, die Toilettenspülung und viele Reinigungsarbeiten ist das Wasser tatsächlich gut geeignet.

Zum Trinken sollte aufgefangenes Regenwasser jedoch nicht ohne Weiteres verwendet werden. Auf dem Weg durch die Luft, über das Dach und durch die Dachrinne kann es mit Vogelkot, Staub, Pollen, Mikroorganismen, Metallen und anderen Schadstoffen belastet werden.

In diesem Ratgeber erfährst du:

Das Wichtigste in Kürze: Regenwasser ist eine wertvolle Notreserve – zunächst jedoch vor allem als Brauchwasser. Für das Trinken oder die Zubereitung von Lebensmitteln sollte immer vorhandenes Trinkwasser bevorzugt werden. Muss Regenwasser in einer ernsten Notlage verwendet werden, sind eine sorgfältige Quellenprüfung, Filtration und Desinfektion notwendig. Chemische Belastungen lassen sich dadurch allerdings nicht zuverlässig ausschließen.

Kann man Regenwasser im Notfall nutzen?

Grundsätzlich kann aufgefangenes Regenwasser in einer Notsituation helfen, den Verbrauch des vorhandenen Trinkwasservorrats deutlich zu reduzieren.

Statt sauberes Flaschen- oder Leitungswasser für die Toilettenspülung, das Putzen oder die Reinigung von Gegenständen zu verwenden, kann dafür Regenwasser eingesetzt werden. Dadurch bleibt das sicherste verfügbare Wasser länger zum Trinken und Kochen erhalten.

Das Umweltbundesamt empfiehlt Regenwasser insbesondere für die Gartenbewässerung. Auch für bestimmte Anwendungen im Haushalt kann es genutzt werden, sofern eine fachgerecht installierte Regenwassernutzungsanlage vorhanden ist.

Regenwasser sollte deshalb in drei Kategorien betrachtet werden:

VerwendungEinschätzung
Gartenbewässerung und AußenreinigungIn der Regel gut geeignet
Toilettenspülung und PutzenBei sauberem Wasser meist gut geeignet
Körperpflege und WäscheNur eingeschränkt und abhängig von Wasserqualität und Anwendung
Trinken, Kochen und LebensmittelzubereitungNur im äußersten Notfall nach sorgfältiger Prüfung und mehrstufiger Aufbereitung

Auch aufbereitetes Regenwasser erfüllt nicht automatisch die Anforderungen der Trinkwasserverordnung. In Deutschland gelten die Anforderungen an die Trinkwasserqualität grundsätzlich unabhängig von der Größe einer Wasserversorgungsanlage.

Wofür eignet sich Regenwasser?

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Regenwasser kann im Alltag und besonders in einer Krisensituation zahlreiche Aufgaben übernehmen. Entscheidend ist, dass die Verwendung zur jeweiligen Wasserqualität passt.

Sehr gut geeignete Anwendungen

Gesammeltes Regenwasser kann beispielsweise verwendet werden für:

  • die Bewässerung von Garten- und Balkonpflanzen,
  • das Spülen der Toilette,
  • das Reinigen von Böden und Terrassen,
  • das Abwaschen von Gartengeräten,
  • das Reinigen von Mülltonnen,
  • das Vorwaschen stark verschmutzter Gegenstände,
  • und gegebenenfalls zum Löschen kleiner Entstehungsbrände.

Zum Gießen ist Regenwasser besonders beliebt, weil es meist vergleichsweise weich und kalkarm ist. Das Bayerische Landesamt für Umwelt nennt neben der Gartenbewässerung auch das Putzen und die Toilettenspülung als geeignete Verwendungszwecke für sauberes Regenwasser.

Nur eingeschränkt geeignete Anwendungen

Bei der Körperpflege ist mehr Vorsicht erforderlich. Sichtbar sauberes Wasser ist nicht automatisch frei von Krankheitserregern.

Für das Händewaschen oder die grobe Körperreinigung kann Regenwasser in einer ernsten Notlage verwendet werden, wenn es sauber aufgefangen und möglichst aufbereitet wurde. Es sollte jedoch nicht in die Augen, den Mund, auf Schleimhäute oder in offene Wunden gelangen.

Für Säuglinge, ältere Menschen, Schwangere, immungeschwächte Personen und Menschen mit offenen Hautstellen sollte möglichst nur hygienisch einwandfreies Wasser verwendet werden.

Auch beim Wäschewaschen kommt es auf die Anlage und die persönliche Situation an. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass beim Waschen mit Regenwasser hygienische Aspekte insbesondere für gesundheitlich gefährdete Personen berücksichtigt werden sollten.

Trinken und Kochen

Für folgende Anwendungen ist Wasser in Trinkwasserqualität erforderlich:

  • direktes Trinken,
  • Zubereiten von Getränken,
  • Kochen,
  • Waschen von Obst und Gemüse,
  • Zubereiten von Säuglingsnahrung,
  • Zähneputzen,
  • Reinigen von Geschirr, das direkt mit Lebensmitteln in Kontakt kommt,
  • und die Einnahme von Medikamenten.

Dafür sollten zuerst eingelagerte Getränke und sicheres Trinkwasser verwendet werden. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt einen Getränkevorrat, der auch einen möglichen Ausfall der Leitungswasserversorgung berücksichtigt. Pro erwachsener Person werden mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit sowie zusätzlich etwa 0,5 Liter für das Kochen pro Tag angesetzt.

Trinkwasser bevorraten – so viel Wasser braucht dein Haushalt

Warum Regenwasser nicht automatisch Trinkwasser ist

Der Regen selbst erscheint häufig sauber. Die meisten Verunreinigungen gelangen jedoch während des Auffangens in das Wasser.

Auf seinem Weg in den Speicher kann Regenwasser mit verschiedenen Belastungen in Kontakt kommen.

Vogelkot und andere tierische Verunreinigungen

Vögel, Marder, Katzen und andere Tiere können Dächer und Dachrinnen verunreinigen. Dabei können Bakterien, Parasiten und andere Krankheitserreger in das Wasser gelangen.

Auch tote Insekten oder kleine Tiere im Sammelbehälter können die Wasserqualität beeinträchtigen.

Staub, Ruß und Pollen

Auf Dachflächen lagern sich laufend Staub, Sand, Pollen, Ruß und andere Partikel ab. Besonders nach einer längeren Trockenperiode wird ein großer Teil dieser Ablagerungen vom ersten Regen in die Dachrinne gespült.

In der Nähe viel befahrener Straßen, von Industrieanlagen oder intensiver Landwirtschaft können weitere Belastungen hinzukommen.

Laub, Moos und Algen

Laub, Moos und andere organische Stoffe können sich in der Dachrinne oder im Behälter zersetzen. Dadurch entstehen Nährstoffe, von denen Bakterien und Algen profitieren.

Das Wasser kann sich verfärben, unangenehm riechen oder einen sichtbaren Biofilm bilden.

Belastungen aus Dach und Dachrinne

Auch das Material der Auffangfläche spielt eine Rolle. Regen kann Bestandteile aus Dächern, Beschichtungen, Dachrinnen und Fallrohren lösen.

Das Umweltbundesamt weist beispielsweise darauf hin, dass durch Verwitterung Kupfer und Zink aus entsprechenden Dachflächen und Bauteilen in das abfließende Regenwasser gelangen können.

Mikroorganismen

Bakterien, Parasiten und andere Mikroorganismen sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Ein klares Aussehen und ein neutraler Geruch sagen daher wenig über die hygienische Qualität des Wassers aus.

Wichtig: Abkochen und Desinfektion können viele Krankheitserreger unschädlich machen. Gelöste Schwermetalle, chemische Beschichtungsstoffe oder andere chemische Verunreinigungen werden dadurch jedoch nicht entfernt. Einige Stoffe können sich beim Abkochen durch die Verdunstung des Wassers sogar stärker konzentrieren.

Welche Dachflächen eignen sich zum Sammeln?

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Nicht jedes Dach ist als Auffangfläche für eine Notreserve geeignet. Je sauberer und unproblematischer das Material ist, desto besser ist die Ausgangslage.

Vergleichsweise gut geeignet

Als Auffangflächen kommen vor allem infrage:

  • saubere und intakte Ziegeldächer,
  • geeignete, unbeschichtete Dachflächen,
  • regelmäßig gereinigte Dachrinnen,
  • Dächer mit geringem Tierbesatz,
  • und Dachflächen abseits starker Emissionsquellen.

Auch bei einer grundsätzlich geeigneten Dachfläche bleibt das gesammelte Wasser zunächst Nichttrinkwasser.

Problematische Dachflächen

Vorsicht ist insbesondere geboten bei:

  • verwitterten Bitumen- oder Teerpappendächern,
  • alten asbesthaltigen Dachplatten,
  • stark korrodierten Metallflächen,
  • Kupfer- oder Zinkdächern,
  • frisch behandelten oder chemisch beschichteten Dächern,
  • begrünten Dächern mit Dünger- oder Pflanzenschutzmitteleinsatz,
  • stark mit Vogelkot verschmutzten Flächen,
  • und Dächern in unmittelbarer Nähe starker Verkehrs- oder Industrieemissionen.

Wasser von unbekannten, beschädigten oder offensichtlich belasteten Dachmaterialien sollte nicht zum Trinken vorgesehen werden – auch nicht nach einfachem Filtern oder Abkochen.

Bei einem Asbestdach sollte zudem vermieden werden, die Platten zu bearbeiten, zu bürsten, anzubohren oder mit einem Hochdruckreiniger zu säubern. Für die sichere Beurteilung solcher Dachflächen ist ein Fachbetrieb der richtige Ansprechpartner.

Regenwasser richtig auffangen

Infografik im Comicstil zum Thema: Regenwasser im Notfall aufbereiten

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Ein gutes Sammelsystem verhindert, dass möglichst viele Verunreinigungen überhaupt in den Speicher gelangen.

Der typische Weg sieht so aus:

Wolke → Dachfläche → Dachrinne → Laubfang → Fallrohrfilter → Speicherbehälter

1. Dach und Dachrinne kontrollieren

Vor Beginn der Sammelsaison sollten Dachrinnen, Siebe und Fallrohre kontrolliert werden. Größere Mengen Laub, Vogelnester, tote Tiere und sichtbarer Schmutz müssen entfernt werden.

Nach Reinigungsarbeiten am Dach oder dem Einsatz chemischer Mittel sollte das ablaufende Wasser für längere Zeit nicht gesammelt werden.

2. Laubfang einsetzen

Ein Laubfang oder Rinnensieb hält Blätter, Zweige und groben Schmutz zurück. Dadurch wird verhindert, dass sich große Mengen organischen Materials im Behälter zersetzen.

Der Laubfang muss regelmäßig geleert werden. Ein zugesetztes Sieb kann dazu führen, dass die Dachrinne überläuft.

3. Fallrohrfilter oder Regendieb verwenden

Ein Fallrohrfilter leitet einen Teil des Wassers aus dem Fallrohr in die Regentonne oder den Tank. Viele Modelle besitzen gleichzeitig ein grobes Filtersieb.

Ein solcher Filter verbessert die Wasserqualität, macht das gesammelte Wasser aber nicht trinkbar. Bakterien, Viren und gelöste Schadstoffe passieren einen einfachen Fallrohrfilter weiterhin.

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4. Ersten Regen ableiten

Nach einer längeren Trockenperiode befinden sich besonders viele Ablagerungen auf dem Dach. Die erste Niederschlagsmenge sollte deshalb nicht in den Speicher gelangen.

Dafür gibt es sogenannte Erstverwurf- oder First-Flush-Systeme. Sie sammeln beziehungsweise verwerfen den ersten, besonders schmutzigen Dachabfluss und leiten erst das nachfolgende Wasser in den Behälter.

Wie viel Wasser verworfen werden sollte, hängt unter anderem von der Dachfläche, der Trockenzeit und der Verschmutzung ab. Eine pauschale Menge ist daher nur begrenzt sinnvoll.

5. Behälter geschlossen halten

Die Regentonne oder der Tank sollte mit einem festen Deckel verschlossen sein. Das schützt vor:

  • Laub und Schmutz,
  • Insekten und Mücken,
  • Kleintieren,
  • direkter Sonneneinstrahlung,
  • Algenwachstum,
  • und Unfällen mit Kindern oder Haustieren.

Öffnungen und Überläufe sollten mit einem feinmaschigen, wetterfesten Insektenschutz versehen sein.

Regenwasser richtig lagern

Infografik im Comicstil zum Thema: Regenwasser richtig lagern

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Je besser das Wasser gelagert wird, desto länger bleibt es für Brauchwasserzwecke verwendbar.

Dunkel lagern

Licht fördert das Wachstum von Algen. Durchsichtige oder helle Behälter sollten deshalb vollständig abgedunkelt werden.

Das ist besonders bei IBC-Containern wichtig. Eine UV-beständige und möglichst lichtdichte Abdeckung schützt sowohl den Behälter als auch den Inhalt.

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Kühl lagern

Hohe Temperaturen fördern die Vermehrung von Mikroorganismen. Ein schattiger Standort an der Nordseite eines Gebäudes ist deshalb meist günstiger als ein Platz in direkter Sonne.

Unterirdische Zisternen haben hier einen Vorteil, weil die Temperatur des gespeicherten Wassers vergleichsweise niedrig und gleichmäßig bleibt.

Geschlossen lagern

Der Speicher sollte zuverlässig verschlossen sein. Das gilt auch für:

  • Zuläufe,
  • Überläufe,
  • Entlüftungsöffnungen,
  • Revisionsöffnungen,
  • und Entnahmestellen.

Das Wasser sollte möglichst über einen Hahn entnommen werden. Das wiederholte Eintauchen von Gießkannen, Eimern oder Händen trägt zusätzlichen Schmutz in den Behälter ein.

Bodensatz nicht aufwirbeln

Mit der Zeit können sich feine Partikel am Boden absetzen. Das ist zunächst nicht ungewöhnlich.

Die Entnahme sollte etwas oberhalb des Bodens erfolgen, damit der Bodensatz nicht ständig aufgewirbelt wird. Für eine mögliche Notfallaufbereitung sollte Wasser aus dem klareren mittleren Bereich des Behälters verwendet werden.

Regelmäßig kontrollieren

Der Speicher sollte in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Warnzeichen sind:

  • fauliger oder ungewöhnlicher Geruch,
  • starke Verfärbungen,
  • sichtbare Algen,
  • schleimige Ablagerungen,
  • tote Tiere,
  • Ölfilme oder andere Oberflächenbeläge,
  • und ungewöhnlich starke Trübung.

Bei solchen Auffälligkeiten sollte das Wasser nicht für körpernahe Anwendungen und keinesfalls ohne professionelle Beurteilung als Trinkwasser verwendet werden.

Behälter reinigen

Schlamm, Biofilm und Ablagerungen sollten bei Bedarf entfernt werden. Dabei sind die Herstellervorgaben des Behälters zu beachten.

Reinigungsmittel dürfen keine problematischen Rückstände hinterlassen. Nach der Reinigung muss der Behälter gründlich ausgespült werden.

Trinkwasserbehälter richtig reinigen

Regentonne, IBC-Container oder Zisterne?

Infografik im Comicstil zum Thema: Regentonne, IBC-Container oder Zisterne

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Welches System geeignet ist, hängt vom verfügbaren Platz, der Dachfläche, dem Wasserbedarf und dem Budget ab.

SystemVorteileNachteileBesonders geeignet für
RegentonneGünstig, einfach aufzustellen, leicht zu reinigenGeringes Volumen, erwärmt sich schnell, kann bei Frost beschädigt werdenGartenbewässerung und kurze Versorgungsausfälle
WandtankPlatzsparender als eine runde Tonne, optisch oft unauffälligerBegrenztes Volumen, teilweise aufwendigere ReinigungKleine Grundstücke und Terrassen
IBC-ContainerGroßes Volumen, häufig 1.000 Liter, vergleichsweise günstigBenötigt Platz, muss abgedunkelt werden, gebraucht nicht immer lebensmitteltauglichHaushalte mit größerer Dachfläche und Grundstück
Oberirdischer TankIn verschiedenen Größen erhältlich, gut zugänglichTemperaturschwankungen, Licht- und Frostschutz erforderlichGrößere Gartenbewässerung
Unterirdische ZisterneSehr großes Volumen, kühl und dunkel, geringer Platzbedarf an der OberflächeHohe Anschaffungs- und Einbaukosten, Wartungszugang notwendigDauerhafte Regenwassernutzung im Haus und Garten

Vorsicht bei gebrauchten IBC-Containern

Ein gebrauchter IBC-Container sollte nur dann für Wasser verwendet werden, wenn seine vorherige Nutzung zweifelsfrei bekannt ist.

Behälter, in denen zuvor Chemikalien, Kraftstoffe, Pflanzenschutzmittel, Reinigungsmittel oder unbekannte Stoffe gelagert wurden, sind ungeeignet. Auch eine gründliche Reinigung bietet keine sichere Gewähr dafür, dass alle Rückstände entfernt wurden.

Für eine Notreserve sollte möglichst ein neuer oder nachweislich lebensmittelechter Behälter verwendet werden.

Das Gewicht nicht unterschätzen

Ein Liter Wasser wiegt ungefähr ein Kilogramm. Ein gefüllter IBC-Container bringt daher zusammen mit Behälter und Palette mehr als eine Tonne auf die Waage.

Der Untergrund muss:

  • eben,
  • tragfähig,
  • dauerhaft stabil,
  • und gegen Absacken gesichert sein.

Terrassen, Garagendächer, Holzböden oder andere erhöhte Flächen sollten vor dem Aufstellen statisch geprüft werden.

Regenwasser im Haus nutzen: Leitungen strikt trennen

Wer Regenwasser nicht nur im Garten, sondern auch für Toiletten oder andere Anwendungen im Gebäude nutzen möchte, benötigt ein separates Leitungssystem.

Zwischen einer Regenwasseranlage und der Trinkwasserinstallation darf keine direkte Verbindung bestehen. Leitungen und Entnahmestellen für Nichttrinkwasser müssen dauerhaft und eindeutig gekennzeichnet werden. Die Trinkwasserverordnung enthält entsprechende Anforderungen an die Trennung und Kennzeichnung.

Eine im selben Gebäude betriebene Nichttrinkwasseranlage kann außerdem gegenüber dem Gesundheitsamt anzeigepflichtig sein.

Eine solche Anlage sollte deshalb von einem qualifizierten Fachbetrieb geplant und installiert werden. Eine selbst gebaute Umschaltung zwischen Regen- und Trinkwassernetz kann das öffentliche Trinkwassernetz gefährden.

Merksatz: Trinkwasserleitung und Regenwasserleitung dürfen niemals einfach miteinander verbunden werden.

Wie kann Regenwasser im äußersten Notfall aufbereitet werden?

Infografik im Comicstil zum Thema: Regenwasser-Notfallplan

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Regenwasser sollte nur dann zum Trinken in Betracht gezogen werden, wenn kein sicheres Trinkwasser, keine eingelagerten Getränke und keine behördliche Notversorgung erreichbar sind.

Dabei gilt: Je besser die Ausgangsquelle, desto erfolgversprechender ist die Aufbereitung.

Wasser von einer sauberen, geeigneten Dachfläche ist grundsätzlich günstiger als Wasser aus:

  • einer offenen, verschmutzten Regentonne,
  • einer Straßenpfütze,
  • einem überfluteten Keller,
  • einem Graben,
  • oder einem Gewässer, das mit Abwasser in Kontakt gekommen sein könnte.

Nach Starkregen und Überschwemmungen können Wasservorkommen erheblich verunreinigt sein. Das BBK weist darauf hin, dass Starkregen auch Trinkwasser- und Abwassersysteme beeinträchtigen kann.

Die sinnvolle Reihenfolge

Für die Aufbereitung gilt grundsätzlich:

Absetzen lassen → vorfiltern → fein filtern → desinfizieren → sauber lagern

Jeder Schritt hat eine andere Aufgabe. Ein einzelnes Verfahren reicht häufig nicht aus.

Schritt 1: Wasser beurteilen

Vor der Aufbereitung sollte geprüft werden:

  • Von welcher Fläche stammt das Wasser?
  • Ist das Dachmaterial bekannt?
  • Gibt es sichtbare chemische Verunreinigungen?
  • Riecht das Wasser nach Kraftstoff, Lösungsmitteln oder Fäulnis?
  • Befinden sich tote Tiere oder starke Algenbeläge im Speicher?
  • Könnte Hochwasser oder Abwasser eingedrungen sein?

Wasser mit chemischem Geruch, Ölfilm, ungewöhnlicher Farbe oder unbekannter industrieller Belastung sollte nicht getrunken werden. Filtern und Abkochen machen solches Wasser nicht zuverlässig sicher.

Schritt 2: Absetzen lassen

Trübes Wasser sollte zunächst in einem sauberen Behälter ruhen. Größere Partikel können sich dadurch am Boden ablagern.

Anschließend wird das klarere Wasser aus dem oberen oder mittleren Bereich vorsichtig abgeschöpft. Der Bodensatz sollte nicht aufgewirbelt werden.

Schritt 3: Grob vorfiltern

Ein sauberes Tuch, ein Kaffeefilter oder ein geeigneter Vorfilter kann grobe Schwebstoffe entfernen.

Dieser Schritt verbessert die nachfolgende Aufbereitung, beseitigt aber keine gelösten Chemikalien und bietet allein keinen Schutz vor Krankheitserregern.

Schritt 4: Mit einem geeigneten Wasserfilter filtern

Ein hochwertiger Wasserfilter kann – abhängig von seiner Technik und Porengröße – Schwebstoffe, Protozoen und viele Bakterien zurückhalten.

Dabei müssen die Herstellerangaben genau beachtet werden. Nicht jeder Outdoor-Filter entfernt:

  • Viren,
  • gelöste Schwermetalle,
  • Pestizide,
  • PFAS,
  • Kraftstoffe,
  • Salze,
  • oder andere chemische Stoffe.

Aktivkohle kann manche Geruchs-, Geschmacks- und organischen Verbindungen reduzieren. Sie ist jedoch kein pauschaler Schutz gegen alle chemischen Belastungen.

Wasser filtern in Krisenzeiten – Filterarten und Grenzen

Schritt 5: Desinfizieren

Nach dem Filtern sollte das Wasser zusätzlich desinfiziert werden. Dafür kommen je nach Situation infrage:

  • Abkochen,
  • geeignete Wasserentkeimungstabletten,
  • oder ein dafür vorgesehenes UV-System.

Die Dosierung, Einwirkzeit und Voraussetzungen des jeweiligen Produkts müssen genau eingehalten werden.

UV-Geräte funktionieren nur zuverlässig bei ausreichend klarem Wasser und benötigen Energie. Entkeimungstabletten wirken nicht sofort und sind kein Ersatz für die Entfernung chemischer Stoffe.

Wasser desinfizieren – Abkochen, Tabletten oder UV

Schritt 6: Sicher lagern

Das aufbereitete Wasser gehört in einen sauberen, möglichst desinfizierten und dicht verschlossenen Behälter.

Unbehandeltes und aufbereitetes Wasser müssen klar getrennt werden. Behälter sollten beispielsweise beschriftet werden mit:

  • „UNBEHANDELT – NICHT TRINKEN“
  • „AUFBEREITET“
  • Datum und Uhrzeit der Aufbereitung
  • verwendeter Methode

Nach der Aufbereitung darf das Wasser nicht erneut mit schmutzigen Händen, Gefäßen oder Schläuchen in Berührung kommen.

Abkochen, Wasserfilter oder Tabletten?

Die Verfahren erfüllen unterschiedliche Aufgaben und sollten nicht miteinander verwechselt werden.

VerfahrenKann vor allem helfen gegenWichtige Grenzen
Absetzen und VorfilternGrobe Partikel und SchwebstoffeKeine zuverlässige Desinfektion, keine Entfernung gelöster Schadstoffe
Mikro- oder HohlfaserfilterJe nach Porengröße Protozoen und viele BakterienNicht automatisch wirksam gegen Viren und Chemikalien
AktivkohleManche Geruchs-, Geschmacks- und organischen StoffeKeine vollständige Desinfektion, begrenzte Kapazität
AbkochenViele KrankheitserregerEntfernt keine Schwermetalle oder chemischen Schadstoffe
EntkeimungstablettenJe nach Wirkstoff viele MikroorganismenEinwirkzeit erforderlich, Wirkung bei trübem Wasser eingeschränkt, keine Entfernung chemischer Stoffe
UV-AufbereitungEmpfindliche Mikroorganismen bei klarem WasserBenötigt Energie und ausreichend klares Wasser, entfernt keine Schadstoffe
UmkehrosmoseViele gelöste Stoffe und MikroorganismenHoher technischer Aufwand, Energie- und Wartungsbedarf, nicht jedes System ist notfalltauglich

Für mikrobiologisch unsicheres Regenwasser ist eine Kombination aus Filtration und anschließender Desinfektion sinnvoller als nur ein einzelner Schritt.

Eine Garantie für Trinkwasserqualität entsteht dadurch nicht. Besonders chemische Belastungen der Dachfläche bleiben ohne Laboruntersuchung schwer einzuschätzen.

Typische Fehler beim Sammeln und Nutzen

Infografik im Comicstil zum Thema: Typische Fehler beim Sammeln von Regenwasser

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Wasser direkt vom Dach trinken

Auch klares Regenwasser kann Mikroorganismen oder chemische Stoffe enthalten. Der direkte Weg vom Fallrohr ins Trinkglas ist daher keine sichere Lösung.

Den ersten Regen nach langer Trockenheit auffangen

Der erste Niederschlag spült besonders viel Vogelkot, Staub, Pollen und sonstige Ablagerungen vom Dach. Dieses Wasser sollte möglichst verworfen werden.

Nur einen groben Filter verwenden

Ein Rinnensieb oder Fallrohrfilter hält Laub und groben Schmutz zurück. Krankheitserreger und gelöste Schadstoffe werden dadurch nicht zuverlässig entfernt.

Regenwasser in einer offenen Tonne lagern

Offene Behälter ermöglichen den Eintrag von Laub, Insekten, Tieren und zusätzlichem Schmutz. Außerdem können sie zur Gefahr für Kinder und Haustiere werden.

Einen transparenten IBC-Container ungeschützt aufstellen

Licht und Wärme fördern Algenwachstum. Ein IBC-Container sollte vollständig und UV-beständig abgedeckt werden.

Einen unbekannten gebrauchten Behälter verwenden

Bei unbekannter Vorgeschichte besteht das Risiko gefährlicher Rückstände. Solche Behälter sind für Wasserreserven ungeeignet.

Ungeeignete Dachmaterialien ignorieren

Nicht jede Verunreinigung lässt sich durch einen Outdoor-Filter oder durch Abkochen entfernen. Die Dachfläche muss deshalb bereits vor dem Sammeln bewertet werden.

Wasser nur abkochen

Abkochen ist eine wirksame Desinfektionsmethode gegen viele Krankheitserreger. Chemische Stoffe, Schwermetalle und andere gelöste Belastungen bleiben jedoch im Wasser.

Sauberes und schmutziges Wasser vermischen

Schon ein schmutziger Schöpflöffel oder Trichter kann aufbereitetes Wasser erneut verunreinigen. Für sauberes Wasser sollten eigene, eindeutig gekennzeichnete Hilfsmittel bereitliegen.

Regenwasser als Ersatz für den Trinkwasservorrat einplanen

Regen fällt nicht zuverlässig genau dann, wenn er benötigt wird. Außerdem kann die Aufbereitung schwierig oder unmöglich sein.

Ein Regenwasserspeicher ergänzt deshalb die Notfallvorsorge, ersetzt aber keinen eingelagerten Getränkevorrat.

Der Regenwasser-Notfallplan

Mit einem vorbereiteten Ablauf lassen sich Fehler und unnötige Risiken vermeiden.

1. Sicheres Trinkwasser zuerst nutzen

Eingelagerte Getränke, Trinkwasserkanister und eine behördliche Notversorgung haben Vorrang vor Regenwasser.

2. Trinkwasserverbrauch reduzieren

Regenwasser wird zunächst für Toilettenspülung, Reinigung und andere Brauchwasserzwecke eingesetzt. Dadurch bleibt der Trinkwasservorrat länger erhalten.

3. Sauberste verfügbare Quelle auswählen

Bevorzugt wird frisch gesammeltes Wasser von einer sauberen und geeigneten Dachfläche. Wasser aus überfluteten Bereichen oder von chemisch problematischen Flächen scheidet aus.

4. Ersten Dachabfluss verwerfen

Nach längerer Trockenheit wird der besonders verschmutzte erste Regen nicht gesammelt.

5. Wasser absetzen und vorfiltern

Grobe Partikel werden durch Absetzen und Vorfiltration entfernt.

6. Mit geeignetem Filter aufbereiten

Ein zum jeweiligen Risiko passender Wasserfilter wird nach Herstellervorgabe eingesetzt.

7. Anschließend desinfizieren

Das gefilterte Wasser wird abgekocht oder mit einem geeigneten Verfahren desinfiziert.

8. Sauber und verschlossen lagern

Aufbereitetes Wasser wird beschriftet, verschlossen und von unbehandeltem Wasser getrennt.

9. Warnungen der Behörden beachten

Bei einer Störung der Wasserversorgung sollten lokale Hinweise von Gesundheitsamt, Wasserversorger, Feuerwehr, Gemeinde und Katastrophenschutz beachtet werden. Eine behördliche Abkochempfehlung oder ein ausdrückliches Verwendungsverbot hat Vorrang vor allgemeinen Ratschlägen.

Was gehört zur Regenwasser-Notfallausrüstung?

Eine einfache Ausstattung kann das Sammeln und die Nutzung deutlich sicherer machen:

  • Laubfang oder Rinnensieb,
  • Fallrohrfilter,
  • Erstverwurf-System,
  • verschließbarer Regenwasserspeicher,
  • lichtdichte IBC-Abdeckung,
  • sauberer Entnahmehahn,
  • mehrere lebensmittelechte Wasserbehälter,
  • Vorfilter oder saubere Filtertücher,
  • geeigneter Wasserfilter,
  • Mittel zur Wasserdesinfektion,
  • Behälterbürste,
  • Einweghandschuhe,
  • wasserfester Stift und Etiketten,
  • sowie eine gedruckte Anleitung für Filter und Desinfektionsmittel.

Filterkartuschen, Aktivkohle und Desinfektionsmittel haben eine begrenzte Lager- beziehungsweise Nutzungsdauer. Sie sollten regelmäßig kontrolliert und rechtzeitig ersetzt werden.

Regenwasser berechnen: Wie viel lässt sich sammeln?

Infografik im Comicstil zum Thema: Wie viel Regenwasser kann man sammeln

Bild wurde mit KI-Unterstützung erstellt

Die theoretisch auffangbare Wassermenge lässt sich überschlägig berechnen:

Dachfläche in m² × Niederschlag in Litern pro m² × Abflussbeiwert

Ein Millimeter Niederschlag entspricht ungefähr einem Liter Wasser pro Quadratmeter.

Beispiel:

  • Dachfläche: 80 m²
  • Niederschlag: 10 mm
  • angenommener Abflussbeiwert: 0,8

80 × 10 × 0,8 = etwa 640 Liter

In der Praxis fällt die nutzbare Menge geringer aus, weil Wasser durch Verdunstung, Überlauf, den Erstverwurf und Verluste im Filtersystem verloren geht.

Auch die Dachform und das Dachmaterial beeinflussen den Ertrag. Ein gut gefüllter Speicher ist deshalb keine Selbstverständlichkeit – insbesondere nach längeren Trockenperioden.

Häufige Fragen zu Regenwasser als Notreserve

Kann man Regenwasser direkt trinken?

Nein. Aufgefangenes Regenwasser sollte nicht direkt getrunken werden. Es kann durch die Luft, das Dach, Vogelkot, die Dachrinne und den Sammelbehälter mikrobiologisch oder chemisch belastet sein.

Wird Regenwasser durch Abkochen zu Trinkwasser?

Abkochen kann viele Krankheitserreger unschädlich machen. Chemische Belastungen, Schwermetalle und gelöste Schadstoffe werden dadurch jedoch nicht entfernt. Abkochen allein macht unbekanntes Dachablaufwasser daher nicht automatisch sicher.

Reicht ein Outdoor-Wasserfilter aus?

Das hängt vom Filter ab. Viele Outdoor-Filter entfernen Schwebstoffe, Protozoen und Bakterien, aber nicht zuverlässig Viren oder chemische Stoffe. Die genaue Leistung ergibt sich aus den Herstellerangaben.

Kann man Regenwasser zum Zähneputzen verwenden?

Zum Zähneputzen sollte Wasser in Trinkwasserqualität verwendet werden, da dabei kleine Mengen verschluckt werden können.

Kann Regenwasser für Haustiere verwendet werden?

Auch Tiere können durch Krankheitserreger oder chemische Stoffe erkranken. Zum Trinken sollte Haustieren möglichst dasselbe sichere Wasser angeboten werden, das auch für Menschen vorgesehen ist.

Wie lange kann Regenwasser gelagert werden?

Dafür gibt es keine allgemeingültige Frist. Die Wasserqualität hängt von Auffangfläche, Vorfilterung, Temperatur, Licht, Behälter, Verschmutzung und Wartung ab. Auch lange klar aussehendes Wasser kann mikrobiologisch belastet sein.

Muss eine Regentonne gereinigt werden?

Ja. Laub, Schlamm, Algen und Biofilm sollten regelmäßig entfernt werden. Wie häufig eine Reinigung notwendig ist, hängt von der Verschmutzung und dem Aufbau des Systems ab.

Ist Wasser aus einer Zisterne sauberer als aus einer Regentonne?

Eine unterirdische Zisterne bietet durch Dunkelheit und niedrige Temperaturen oft bessere Lagerbedingungen. Trotzdem bleibt auch Zisternenwasser zunächst Nichttrinkwasser und kann belastet sein.

Darf ich eine Regenwasserleitung mit der Trinkwasserleitung verbinden?

Eine direkte Verbindung ist nicht zulässig. Regenwasser- und Trinkwassersystem müssen sicher getrennt und eindeutig gekennzeichnet sein. Für Anlagen im Gebäude gelten zusätzlich technische und rechtliche Anforderungen.

Fazit: Wertvolle Ergänzung, aber kein Ersatz für Trinkwasser

Regenwasser kann die private Notfallvorsorge deutlich verbessern. Es eignet sich vor allem, um bei einem Ausfall der Wasserversorgung wertvolles Trinkwasser zu sparen.

Für Garten, Reinigung und Toilettenspülung ist sauber gesammeltes Regenwasser vielseitig einsetzbar. Eine geschlossene Regentonne, ein abgedeckter IBC-Container oder eine Zisterne können deshalb sinnvolle Bestandteile der Vorsorge sein.

Zum Trinken ist Dachablaufwasser jedoch nur die letzte Option. Selbst nach Filtration und Desinfektion können unbekannte chemische Belastungen bestehen bleiben. Eine gute Vorbereitung setzt deshalb auf mehrere Ebenen:

  1. ausreichenden Getränkevorrat lagern,
  2. Regenwasser als Brauchwasserreserve nutzen,
  3. geeignete Filter- und Desinfektionsmöglichkeiten bereithalten,
  4. und behördliche Hinweise beachten.

So verlängert Regenwasser im Ernstfall die Reichweite der vorhandenen Vorräte, ohne eine trügerische Sicherheit zu erzeugen.

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