Ein Stromausfall bringt unseren Alltag oft schneller durcheinander, als viele Menschen vermuten. Während zunächst das Licht ausgeht und elektrische Geräte verstummen, fällt kurze Zeit später meist auch das WLAN aus. Kein Internet bedeutet heute weit mehr als nur den Verzicht auf Streaming oder Social Media: Messenger funktionieren nicht mehr, Smart-Home-Systeme verlieren ihre Verbindung, Online-Banking ist nicht erreichbar und wichtige Warnmeldungen können unter Umständen nicht mehr empfangen werden.
Die gute Nachricht lautet jedoch: Ein Stromausfall bedeutet nicht automatisch, dass das Internet komplett ausfällt. In vielen Fällen funktioniert die Infrastruktur Ihres Internetanbieters weiterhin – lediglich die Geräte in Ihrem eigenen Zuhause benötigen eine Notstromversorgung.
Schon mit einer kleinen USV oder einer Powerstation lässt sich der Router oft über viele Stunden oder sogar mehrere Tage betreiben. Wer zusätzlich auf eine Powerstation mit Solarpanel setzt, kann die Laufzeit erheblich verlängern und bleibt unter günstigen Bedingungen auch bei längeren Stromausfällen online.
In diesem Ratgeber erfahren Sie,
- warum das Internet bei einem Stromausfall häufig weiter funktioniert,
- welche Geräte tatsächlich Strom benötigen,
- welche Notstromlösungen sinnvoll sind,
- wie lange Router mit einer Powerstation betrieben werden können,
- welche Rolle Mobilfunk spielt,
- welche Fehler viele Menschen machen und
- Häufige Fragen.
Warum Internet im Krisenfall so wichtig ist
Noch vor wenigen Jahren war das Internet hauptsächlich ein Komfortmerkmal. Heute ist es für viele Menschen ein wesentlicher Bestandteil der täglichen Kommunikation und Informationsbeschaffung.
Gerade in außergewöhnlichen Situationen kann eine funktionierende Internetverbindung entscheidend sein.
Sie ermöglicht unter anderem:
- den Empfang von Warnmeldungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz (BBK),
- aktuelle Informationen zu Wetterlagen und Hochwasser,
- Nachrichten über regionale Stromausfälle,
- Kontakt zu Angehörigen per Messenger oder Videotelefonie,
- E-Mails und Homeoffice,
- Online-Banking oder digitale Behördendienste,
- die Steuerung lokaler Smart-Home-Systeme,
- den Zugriff auf Cloud-Dokumente.
Insbesondere in den ersten Stunden eines Stromausfalls möchten viele Menschen wissen, wie groß das betroffene Gebiet ist, wie lange der Ausfall voraussichtlich dauert und welche Maßnahmen empfohlen werden. Ohne Internet sind diese Informationen häufig nur noch über Radio oder persönliche Kontakte verfügbar.
Was passiert technisch bei einem Stromausfall?
Viele Menschen stellen sich das Internet wie einen Lichtschalter vor: Strom weg – Internet weg.
Die Realität ist etwas komplexer.
Eine Internetverbindung besteht aus mehreren Komponenten, die sich an unterschiedlichen Orten befinden.
Dabei gehören nur die letzten Geräte Ihnen selbst.
Die eigentliche Internet-Infrastruktur befindet sich außerhalb Ihres Hauses.
Das bedeutet:
Fällt lediglich in Ihrem Haus der Strom aus, kann die Verbindung zum Internet weiterhin bestehen.
Es fehlt lediglich die Stromversorgung für Modem und Router.
Genau hier setzen USV-Anlagen und Powerstations an.
Unterschied zwischen DSL, Kabel und Glasfaser
Je nach Anschlussart unterscheiden sich die benötigten Geräte.
DSL
Bei einem klassischen DSL-Anschluss genügt häufig bereits der Router.
Viele Fritz!Box-Modelle besitzen das DSL-Modem bereits integriert.
Benötigt werden dann lediglich:
- Router
- Netzteil
Der Stromverbrauch bleibt entsprechend gering.
Kabelanschluss
Beim Kabelinternet befindet sich häufig zusätzlich ein separates Kabelmodem im Haus.
Dann benötigen Strom:
- Kabelmodem
- Router
Wer lediglich den Router absichert, wird feststellen, dass trotzdem keine Internetverbindung aufgebaut werden kann.
Glasfaser
Auch Glasfaseranschlüsse besitzen häufig ein separates Glasfasermodem (ONT).
Hier werden benötigt:
- ONT (Optical Network Terminal)
- Router
Gerade dieser Punkt wird in vielen Ratgebern vergessen.
Ein Router ohne ONT kann keine Verbindung zum Glasfasernetz herstellen.
Wann funktioniert das Internet trotz Stromausfall?
Das hängt maßgeblich davon ab, wie groß der Stromausfall ist.
Szenario 1: Nur Ihr Haus ist betroffen
Dies ist der günstigste Fall.
Beispielsweise löst eine Sicherung aus oder Bauarbeiten beschädigen lediglich die Stromversorgung Ihres Hauses.
Alle Einrichtungen des Internetanbieters arbeiten weiterhin.
Mit einer kleinen Notstromversorgung bleiben Sie problemlos online.
Szenario 2: Mehrere Straßen oder ein Ort sind betroffen
Viele Vermittlungsstellen besitzen eine eigene Notstromversorgung.
Je nach Anbieter kommen Akkus oder Notstromaggregate zum Einsatz.
Dadurch funktioniert das Internet oftmals noch mehrere Stunden.
Wie lange genau, lässt sich pauschal nicht beantworten.
Szenario 3: Großflächiger Blackout
Bei einem länger andauernden, großflächigen Stromausfall verändert sich die Situation deutlich.
Nach und nach werden auch Einrichtungen des Netzbetreibers ihren Notstrom aufbrauchen.
Dann fallen aus:
- Vermittlungsstellen
- Glasfaserknoten
- Kabelverteiler
- Mobilfunkmasten
In diesem Fall hilft auch die beste Powerstation nicht mehr.
Deshalb gehört zu einer guten Krisenvorsorge immer auch ein batteriebetriebenes Radio oder ein Kurbelradio.
Welche Geräte benötigen tatsächlich Strom?
Viele Menschen denken lediglich an ihren WLAN-Router.
In modernen Haushalten hängen jedoch oft deutlich mehr Geräte am Netzwerk.
| Gerät | Notwendig für Internet? | Strombedarf |
|---|---|---|
| DSL-Router | Ja | 6–12 Watt |
| Glasfasermodem | Ja | 3–8 Watt |
| Kabelmodem | Ja | 5–10 Watt |
| WLAN Access Point | häufig | 5–10 Watt |
| Netzwerk-Switch | häufig | 5–15 Watt |
| Mesh-Repeater | optional | 4–8 Watt |
| NAS | nein | 20–50 Watt |
| Smart-Home-Zentrale | optional | 3–10 Watt |
Für die reine Internetverbindung reichen häufig bereits weniger als 20 Watt Gesamtleistung.
Das macht Router zu idealen Kandidaten für den Betrieb an kleinen Powerstations.
Wie viel Strom verbraucht ein Router?
Im Vergleich zu vielen Haushaltsgeräten gehören Router zu den sparsamsten elektrischen Verbrauchern.
Einige typische Werte:
| Gerät | Leistungsaufnahme |
|---|---|
| Fritz!Box 7530 AX | ca. 7 Watt |
| Fritz!Box 7590 AX | ca. 11 Watt |
| Glasfasermodem | ca. 5 Watt |
| kleiner Switch | ca. 6 Watt |
Ein komplettes Heimnetzwerk benötigt damit häufig weniger Strom als eine LED-Lampe.
Das ist ein großer Vorteil für die Notstromversorgung.
Warum Router ideale Notstrom-Kandidaten sind
Während Kühlschrank, Wasserkocher oder Heizlüfter enorme Leistungen benötigen, genügt für einen Router bereits eine vergleichsweise kleine Batterie.
Das bedeutet:
- lange Laufzeiten,
- geringe Anschaffungskosten,
- kaum Energieverluste,
- hohe Versorgungssicherheit.
Schon eine kleine Powerstation mit 300 bis 500 Wh Kapazität kann Router und Modem oft deutlich länger versorgen, als viele Menschen erwarten.
Welche Notstromlösungen eignen sich für Router und Internet?
Nicht jede Notstromlösung ist für jeden Einsatzzweck gleich gut geeignet. Entscheidend ist vor allem die Dauer des Stromausfalls und welche Geräte zusätzlich versorgt werden sollen.
Für einen Router genügt bereits eine vergleichsweise kleine Stromquelle. Sollen jedoch gleichzeitig Notebook, Smartphone, Beleuchtung oder Smart-Home-Zentrale betrieben werden, empfiehlt sich eine leistungsfähigere Lösung.
Im Wesentlichen kommen drei Varianten infrage.
Lösung 1: Die USV – ideal für kurze Stromausfälle
Eine USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) ist die klassische Lösung für Router, Computer und Server.
Sie enthält einen eingebauten Akku und übernimmt bei einem Stromausfall innerhalb weniger Millisekunden automatisch die Stromversorgung.
Der große Vorteil:
Sie müssen nichts umstecken und bemerken den Stromausfall beim Internet oft gar nicht.
Vorteile einer USV
✅ automatische Umschaltung
✅ Router startet nicht neu
✅ WLAN bleibt ohne Unterbrechung verfügbar
✅ Schutz vor Spannungsschwankungen
✅ Schutz vor kurzen Netzausfällen
Gerade bei kurzen Stromausfällen von wenigen Minuten bis ein oder zwei Stunden ist eine USV die komfortabelste Lösung.
Nachteile einer USV
USV-Anlagen besitzen meist relativ kleine Akkus.
Sie eignen sich deshalb weniger für längere Stromausfälle.
Typische Laufzeiten:
| Leistungsaufnahme | Kleine USV | Große USV |
|---|---|---|
| 10 Watt | 6–12 Stunden | bis 20 Stunden |
| 20 Watt | 3–6 Stunden | 10–15 Stunden |
| 40 Watt | 1–3 Stunden | 5–8 Stunden |
Für einen Blackout über mehrere Tage reicht das meist nicht aus.
👉 Interner Link: USV für Zuhause – Schutz bei Stromausfällen
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Lösung 2: Powerstation – der Allrounder
Eine moderne Powerstation eignet sich hervorragend für die Krisenvorsorge.
Sie arbeitet im Prinzip wie ein großer Akku mit verschiedenen Anschlüssen:
- 230-Volt-Steckdosen
- USB-A
- USB-C
- 12-Volt-Ausgänge
Der Router wird einfach wie gewohnt angeschlossen.
Der Vorteil gegenüber einer USV:
Die Akkukapazität ist meist deutlich größer.
Dadurch verlängert sich die Laufzeit erheblich.
Was kann eine Powerstation zusätzlich versorgen?
Neben dem Router lassen sich häufig gleichzeitig betreiben:
- Smartphone
- Tablet
- Notebook
- LED-Beleuchtung
- Funkgeräte
- Radio
- kleinere Monitore
- Kameras
- Smart-Home-Zentrale
Damit wird die Powerstation schnell zum zentralen Baustein einer privaten Notstromversorgung.
- 【1800W Dauerleistung】: Mit einer stabilen Ausgangsleistung von 1800W ist diese Powerstation ideal für Haushaltsgeräte, Elektrowerkzeuge oder Campingausrüstung.
- 【1024Wh Kapazität für Langzeitnutzung】: Mit 1024Wh Kapazität liefert die Powerstation stundenlange Energie – ideal für Outdoor-Abenteuer, Stromausfälle oder Arbeiten im Freien. Sie können Smartphones über 80-mal laden, einen Laptop 15 Stunden oder eine Kühlbox über 15 Stunden betreiben – zuverlässig und mobil.
- 【LiFePO4-Akku mit über 3000 Ladezyklen】: Der integrierte LiFePO4-Akku, sondern auch eine deutlich längere Lebensdauer mit über 3000 Ladezyklen. Im Vergleich zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus ist dieser Akku temperaturbeständiger, stabiler und ideal für regelmäßige oder Notfallnutzung geeignet.
- 【Schnellladung in nur 65 Min】: Dank der 1300W AC-Eingangsleistung ist die Powerstation in nur 65 Min vollständig aufgeladen. 0–80 % in nur 50 Minuten! Kein schwerer Adapter nötig – einfach anschließen und laden. Ideal für spontane Ausflüge oder Strombedarf zwischendurch.
- 【Vielseitige Anschlüsse für alle Geräte】: Ausgestattet mit 3x 230V AC-Steckdosen, 2x USB QC3.0, 2x USB-C (bis zu 100W), 2x DC 12V/10A und einem 12V Kfz-Ausgang – diese Powerstation deckt alle Bedürfnisse ab. Laden Sie mehrere Geräte gleichzeitig: vom Smartphone über Drohnen bis hin zum Fernseher oder der Kühlbox im Campingurlaub.
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Beispiel: Router an einer 500-Wh-Powerstation
Nehmen wir einen typischen Haushalt.
Verbrauch:
- Router: 10 Watt
- Glasfasermodem: 5 Watt
Gesamt:
15 Watt
Rechnung:
500 Wh ÷ 15 W = rund 33 Stunden
Da Wechselrichter nie völlig verlustfrei arbeiten, sollten etwa 10 bis 15 Prozent Sicherheitsreserve eingeplant werden.
In der Praxis ergibt sich deshalb eine Laufzeit von ungefähr 28 bis 30 Stunden.
Schon mit einer vergleichsweise kleinen Powerstation lässt sich also mehr als ein ganzer Tag überbrücken.
Laufzeit verschiedener Powerstations
Die folgende Tabelle zeigt ungefähre Praxiswerte bei einem Router mit Modem und einer Leistungsaufnahme von rund 15 Watt.
| Akkukapazität | Praktische Laufzeit |
|---|---|
| 250 Wh | ca. 14 Stunden |
| 500 Wh | ca. 30 Stunden |
| 750 Wh | ca. 45 Stunden |
| 1.000 Wh | ca. 60 Stunden |
| 2.000 Wh | über 5 Tage |
Die tatsächliche Laufzeit hängt von mehreren Faktoren ab:
- Alter des Akkus
- Umgebungstemperatur
- Wirkungsgrad des Wechselrichters
- zusätzlicher Stromverbrauch weiterer Geräte
Lösung 3: Powerstation mit Solarpanel
Für längere Stromausfälle ist eine Powerstation mit Solarpanel besonders interessant.
Sobald wieder Sonnenlicht zur Verfügung steht, kann der Akku tagsüber nachgeladen werden.
Dadurch lässt sich die verfügbare Energie deutlich verlängern.
An sonnigen Sommertagen kann ein Router theoretisch dauerhaft betrieben werden, solange:
- ausreichend Sonnenenergie vorhanden ist,
- die Powerstation genügend Solarleistung aufnehmen kann und
- die Infrastruktur des Internetanbieters weiterhin funktioniert.
Natürlich ersetzt ein Solarpanel keinen Netzanschluss, bietet aber gerade bei mehrtägigen Ausfällen einen erheblichen Vorteil.
👉 Interner Link: Powerstation mit Solarpanel – Autarke Energieversorgung
- [Kompakt und Leistungsstark]: Die Powerstation S200 bietet eine Kapazität von 192 Wh, einen 180W DC Power und Schnellladung über einen bidirektionalen USB-C Anschluss mit 140W. Ideal für Camping, Reisen und Notfälle.
- [5 Ladeanschlüsse für Geräte]: Versorgen Sie alle Ihre Geräte mit den vielseitigen Anschlüssen: 1x Schnellladung bidirektionalen USB-C1(140W), 1x USB-C2(140W), 2x USB-A(18W) und 1x DC Ausgang (120W). Geeignet für Laptops, Tablets, Smartphones, Drohnen, Kameras und andere anspruchsvolle USB-C Geräte.
- [5 Lademöglichkeiten]: Die Solargenerator kann effizient aufgeladen werden über: Schnellladung USB-C (max. 140W), Netzteil (max. 100W), Solarpanel (max. 100W) und Autoladegerät (max. 60W). Durch Dual-Input-Ladung (USB-C + Netzteil) kann die Powerbank innerhalb von 1 Stunde von 0% auf 80% aufgeladen werden.
- [Strahlennachführung]: Über dem Griff befindet sich ein Sonnenrichtungsfinder, mit dem Sie den Winkel für maximale Ladel effizienz einstellen können. Wenn der Schatten des schwarzen Punkts in der Mitte des Kreises liegt, ist dies der optimale Winkel, damit das Solarpanel das Sonnenlicht optimal aufnehmen kann.
- [Mehrfache Ladeanschlüsse]: Das tragbare Solarmodul verfügt über 1x USB QC3.0 18W, 1x USB-C PD 60W. Mit dem XT60 auf 5-in-1 Kabel (Anderson/MC4/DC5521/DC7450/DC7909) ist es mit den meisten Powerstations kompatibel.
- [555Wh Kapazität und 550W reiner Sinuswellen AC] :Die Powerstation S550 liefert zuverlässig 555Wh Leistung mit einem reinen Sinuswellen-Wechselstromausgang von 550W (1100W Spitze). Ideal für Camping, Wohnmobil-Trips und als Backup zu Hause.
- [140W Bidirektionales Schnellladen USB-C] :Der Solargenerator verfügt über einen bidirektionalen USB-C-Anschluss mit 140W, der sowohl das Gerät selbst schnell auflädt als auch andere Geräte mit Strom versorgt. Zusätzlich vorhanden: 1 Wechselstromausgang, 1USB-C (65W), 2 USB QC 3.0 (18 W), 1 Autoport (12V) und 2 DC Anschlüsse (12V) – damit lassen sich bis zu 8 Geräte gleichzeitig laden, darunter Laptops, Tablets und Smartphones.
- [100W Solarpanel mit Strahlennachführung]: Über dem Griff befindet sich ein Sonnenrichtungsfinder, mit dem Sie den Winkel für maximale Ladel effizienz einstellen können. Wenn der Schatten des schwarzen Punkts in der Mitte des Kreises liegt, ist dies der optimale Winkel, damit das Solarpanel das Sonnenlicht optimal aufnehmen kann.
- [Mehrfache Ladeanschlüsse]: Das tragbare Solarmodul verfügt über 1x USB QC3.0 18W, 1x USB-C PD 60W. Mit dem XT60 auf 5-in-1 Kabel(Anderson/MC4/DC5521/DC7450/DC7909) ist es mit den meisten Powerstations kompatibel.
- [Lieferumfang]: 1x 555Wh Tragetasche Powerstation, 1x 100W Solarpanel, 1x Autoladegerät, 1x DC-MC4 Kabel, 1x Netzteil, 1x Netzkabel, 1x XT60 auf 5-in-1 Kabel, 2x Bedienungsanleitung.
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Mobilfunk als Alternative
Nicht immer ist der Festnetzanschluss die einzige Möglichkeit, online zu bleiben.
Viele Smartphones können als mobiler WLAN-Hotspot genutzt werden.
Dabei verwendet das Smartphone die Mobilfunkverbindung und stellt diese anderen Geräten per WLAN zur Verfügung.
Das kann sinnvoll sein, wenn beispielsweise:
- DSL ausgefallen ist,
- Glasfaser gestört ist,
- der Router defekt ist oder
- kurzfristig eine Ersatzverbindung benötigt wird.
Aber Achtung: Auch Mobilfunk benötigt Strom
Ein häufiger Irrtum lautet:
„Wenn das Festnetz ausfällt, nehme ich einfach das Handy.“
So einfach ist es leider nicht.
Mobilfunkmasten verfügen zwar häufig über Akkus oder Notstromsysteme, diese sind jedoch nur für einen begrenzten Zeitraum ausgelegt.
Je nach Standort können Mobilfunknetze bei längeren Stromausfällen ebenfalls ausfallen oder stark überlastet sein.
Besonders unmittelbar nach einem größeren Stromausfall versuchen viele Menschen gleichzeitig, Angehörige zu erreichen oder Informationen abzurufen. Dadurch steigt die Netzbelastung erheblich.
Deshalb sollte Mobilfunk immer als sinnvolle Ergänzung betrachtet werden – nicht als alleinige Notfalllösung.
Smart Home bei Stromausfall
Viele moderne Haushalte nutzen heute Smart-Home-Systeme.
Ob diese während eines Stromausfalls funktionieren, hängt davon ab, wie sie aufgebaut sind.
Lokal arbeitende Systeme
Lösungen wie Home Assistant oder andere lokal betriebene Smart-Home-Zentralen können häufig weiterarbeiten, wenn folgende Geräte mit Strom versorgt werden:
- Router
- Switch
- Smart-Home-Zentrale
- Zigbee- oder Matter-Hub
- WLAN-Access-Point
Automationen innerhalb des Hauses laufen dann häufig ganz normal weiter.
Cloudbasierte Systeme
Viele Hersteller setzen dagegen vollständig auf Cloud-Dienste.
Fällt die Internetverbindung aus oder ist der Cloud-Dienst nicht erreichbar, funktionieren manche Geräte nur noch eingeschränkt oder gar nicht.
Wer seine Krisenvorsorge ernst nimmt, sollte deshalb möglichst auf Systeme setzen, die auch lokal arbeiten können.
Heimnetz sinnvoll priorisieren
Während eines Stromausfalls muss nicht das komplette Heimnetzwerk laufen.
Oft genügt es, die wichtigsten Komponenten mit Energie zu versorgen.
Eine sinnvolle Priorität könnte so aussehen:
Priorität 1 – unverzichtbar
- Router
- Modem
- Smartphone-Ladegerät
Priorität 2 – sinnvoll
- Smart-Home-Zentrale
- Netzwerk-Switch
- Access Point
Priorität 3 – nur bei ausreichend Energie
- NAS
- Drucker
- Multimedia-Geräte
- Fernseher
- Gaming-PC
So lässt sich die verfügbare Akkukapazität deutlich länger nutzen.
Beispiel aus der Praxis
Stellen Sie sich vor, in Ihrem Ort fällt am Abend gegen 19 Uhr der Strom aus.
Ihre Powerstation versorgt:
- Router
- Glasfasermodem
- Home-Assistant-Server
- Smartphone-Ladegerät
Während viele Nachbarn bereits kein WLAN mehr haben, können Sie weiterhin:
- aktuelle Meldungen abrufen,
- Warn-Apps nutzen,
- Angehörige informieren,
- Ihr Smart Home überwachen,
- den Akkustand Ihrer Notstromversorgung kontrollieren.
Selbst wenn der Strom erst am nächsten Abend zurückkehrt, reicht eine mittelgroße Powerstation in vielen Fällen problemlos aus.
So bereiten Sie Ihr Heimnetz auf einen Stromausfall vor
Die beste Notstromlösung hilft wenig, wenn sie im Ernstfall nicht einsatzbereit ist. Deshalb lohnt es sich, das Heimnetz bereits im Vorfeld einmal zu testen.
Mit den folgenden Schritten sind Sie gut vorbereitet.
1. Prüfen Sie Ihren Internetanschluss
Finden Sie zunächst heraus:
- Nutzen Sie DSL, Kabel oder Glasfaser?
- Gibt es ein separates Modem (z. B. ONT bei Glasfaser)?
- Welche Geräte gehören zwingend zur Internetverbindung?
Oft wird erst im Stromausfall bemerkt, dass neben dem Router noch ein weiteres Gerät mit Strom versorgt werden muss.
2. Stromverbrauch messen
Ein kleines Energiekostenmessgerät zeigt schnell, wie viel Leistung Router, Modem und weitere Netzwerkgeräte tatsächlich aufnehmen.
Die Werte liegen häufig deutlich unter den Erwartungen.
Je genauer Sie den Verbrauch kennen, desto besser lässt sich die notwendige Akkukapazität planen.
3. Notstromversorgung testen
Schließen Sie Router und Modem an die geplante USV oder Powerstation an.
Anschließend:
- Netzstecker ziehen
- Internetverbindung prüfen
- WLAN testen
- Smartphone verbinden
- Internetseiten aufrufen
So erkennen Sie mögliche Probleme bereits im Alltag und nicht erst im Ernstfall.
4. Akkus regelmäßig kontrollieren
Powerstations und USV-Anlagen sollten nicht jahrelang unbeachtet im Keller stehen.
Mindestens alle drei bis sechs Monate empfiehlt es sich,
- den Ladezustand zu kontrollieren,
- gegebenenfalls nachzuladen,
- einen kurzen Funktionstest durchzuführen und
- vorhandene Software-Updates einzuspielen.
So bleibt die Technik im Ernstfall zuverlässig einsatzbereit.
Checkliste: Internet bei Stromausfall
Nutzen Sie diese Liste als Orientierung für Ihre persönliche Krisenvorsorge.
✓ Internetanschluss bekannt (DSL, Kabel oder Glasfaser)
✓ Router vorhanden
✓ Modem berücksichtigt
✓ Passende Powerstation oder USV vorhanden
✓ Netzteile griffbereit
✓ Smartphone-Ladegeräte vorbereitet
✓ WLAN getestet
✓ Notfallkontakte gespeichert
✓ Batterieradio vorhanden
✓ Powerstation regelmäßig geladen
Wer diese Punkte erfüllt, hat bereits einen wichtigen Schritt zu mehr Unabhängigkeit gemacht.
Typische Fehler bei Router und Internet im Stromausfall
Viele Probleme entstehen nicht durch fehlende Technik, sondern durch kleine Planungsfehler.
❌ Nur den Router absichern
Gerade bei Glasfaser- oder Kabelanschlüssen wird häufig das zusätzliche Modem vergessen.
Ohne dieses Gerät bleibt der Router trotz Stromversorgung offline.
❌ Die Laufzeit überschätzen
Eine Powerstation versorgt oft nicht nur den Router.
Wer zusätzlich Fernseher, Notebook, Lampen oder Kühlbox anschließt, verkürzt die Laufzeit erheblich.
Deshalb sollte die verfügbare Energie bewusst eingeteilt werden.
❌ Die Powerstation leer lagern
Lithium-Akkus sollten nicht dauerhaft vollständig entladen gelagert werden.
Ein regelmäßiger Ladecheck erhöht die Lebensdauer und stellt sicher, dass die Powerstation im Ernstfall einsatzbereit ist.
❌ Mobilfunk als selbstverständlich ansehen
Auch Mobilfunknetze können bei größeren Stromausfällen überlastet sein oder später ausfallen.
Ein funktionierender Router ersetzt daher keine alternative Informationsquelle.
❌ Kein Radio besitzen
Selbst wenn das Internet zunächst noch funktioniert, kann sich die Situation bei einem länger andauernden Blackout ändern.
Ein batteriebetriebenes oder kurbelbetriebenes Radio gehört deshalb weiterhin zur Grundausstattung jeder Krisenvorsorge.
Welche Geräte sollten gemeinsam abgesichert werden?
Nicht jedes Netzwerkgerät muss im Notfall weiterlaufen.
Für die meisten Haushalte reicht folgende Grundausstattung vollkommen aus:
| Gerät | Empfehlung |
|---|---|
| Router | ✅ unbedingt |
| Glasfasermodem / Kabelmodem | ✅ unbedingt |
| Smartphone-Ladegerät | ✅ unbedingt |
| Netzwerk-Switch | ✅ falls benötigt |
| WLAN-Access-Point | ✅ falls notwendig |
| Home-Assistant-Server | ✅ sinnvoll |
| NAS | ❌ meist verzichtbar |
| Drucker | ❌ nicht erforderlich |
| Fernseher | ❌ spart Energie |
So bleibt der Stromverbrauch niedrig und die Laufzeit der Notstromversorgung möglichst lang.
FAQ – Häufige Fragen
Funktioniert mein WLAN bei einem Stromausfall?
Ja – sofern Router und gegebenenfalls Modem weiterhin mit Strom versorgt werden.
Kann ich meine Fritz!Box an einer Powerstation betreiben?
Ja. Aufgrund ihres geringen Stromverbrauchs eignet sich eine Fritz!Box hervorragend für den Betrieb an einer Powerstation oder einer USV.
Reicht eine kleine USV aus?
Für kurze Stromausfälle von einigen Minuten bis wenigen Stunden meist ja.
Bei längeren Stromausfällen bietet eine Powerstation deutlich mehr Reserven.
Funktioniert Glasfaser auch ohne Strom?
Die Glasfaserleitung selbst benötigt keinen Strom. Das Glasfasermodem (ONT), Ihr Router und die Technik des Netzbetreibers müssen jedoch weiterhin mit Energie versorgt werden.
Kann ich einfach den Handy-Hotspot nutzen?
Das ist grundsätzlich möglich, solange das Mobilfunknetz verfügbar ist. Bei längeren oder großflächigen Stromausfällen können jedoch auch Mobilfunkmasten ausfallen oder überlastet sein.
Wie groß sollte eine Powerstation für den Router sein?
Für Router und Modem genügt oft bereits eine Powerstation mit 300 bis 500 Wh. Soll zusätzlich weitere Technik betrieben werden, kann sich ein größeres Modell mit 1.000 Wh oder mehr lohnen.
Unser Praxistipp
Internet ist wichtig – Informationen sind wichtiger.
Eine Notstromversorgung für Router und Modem ist eine sinnvolle Ergänzung der Krisenvorsorge. Verlassen Sie sich jedoch nicht ausschließlich auf das Internet. Halten Sie zusätzlich ein Batterieradio oder Kurbelradio bereit und laden Sie wichtige Telefonnummern sowie Notfalldokumente auch offline auf Ihr Smartphone. So bleiben Sie selbst dann handlungsfähig, wenn das Internet oder das Mobilfunknetz zeitweise ausfallen.
Fazit
Ein Stromausfall bedeutet nicht zwangsläufig das Ende Ihrer Internetverbindung. In vielen Fällen arbeitet die Infrastruktur des Internetanbieters zunächst weiter – lediglich die Geräte in Ihrem Zuhause benötigen eine zuverlässige Stromversorgung.
Gerade Router und Modem verbrauchen nur wenig Energie und lassen sich deshalb problemlos über eine USV oder eine Powerstation betreiben. Mit einer Powerstation und einem Solarpanel kann die Laufzeit sogar erheblich verlängert werden.
Ebenso wichtig ist jedoch ein realistischer Blick auf die Grenzen dieser Lösungen. Bei großflächigen oder länger andauernden Blackouts können auch Vermittlungsstellen und Mobilfunkmasten ihren Notstrom aufbrauchen. Deshalb sollte das Internet immer Teil eines umfassenden Notfallkonzepts sein – ergänzt durch ein Batterieradio, geladene Akkus und weitere unabhängige Informationsquellen.
Wer sein Heimnetz bereits heute sinnvoll vorbereitet, erhöht nicht nur den Komfort bei kurzen Stromausfällen, sondern verbessert auch die eigene Handlungsfähigkeit in echten Krisensituationen.
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