Atemschutzmaske als Krisenvorsorge – Schutz für Atemwege und Gesundheit

Ohne Sauerstoff kann ein Mensch nur wenige Minuten überleben. Normalerweise atmen wir ganz unbewusst – doch im Krisenfall kann saubere Atemluft schnell zur Mangelware werden. Deshalb gehört eine Atemschutzmaske in jede gut geplante Notfallausrüstung.

Dabei muss es nicht gleich ein Chemieunfall oder Terroranschlag sein. Auch ein verunglückter Gefahrguttransporter, austretende Dämpfe, ein Großbrand oder die Ausbreitung einer hoch ansteckenden Krankheit können Situationen schaffen, in denen Atemschutz Leben rettet.


Arten von AtemschutzmaskenAtemschutzmasken

  1. Filtrierende Halbmasken

    • Einheit aus Maske und Filter, nach Gebrauch zu entsorgen

    • Geeignet für Partikel (Staub, Aerosole) der Klassen FFP-1 bis FFP-3

    • Leicht, günstig, aber nicht für alle Schadstoffe geeignet

  2. Halbmasken

    • Bedecken Mund und Nase

    • Mit genormtem Rundgewinde für 1–2 austauschbare Filter

    • Kein Augenschutz – ggf. Schutzbrille zusätzlich tragen

  3. Vollmasken

    • Umschließen das gesamte Gesicht, inkl. Augenschutz

    • Anschluss für Atemschutzfilter oder Sauerstoffflaschen

    • Hoher Schutz, aber schwerer und weniger angenehm bei längerer Nutzung


Filterfarben & Einsatzbereiche (nach DIN EN 141 / DIN EN 143)

FarbeTypAnwendungsbereich
BraunA / AXOrganische Gase & Dämpfe (Siedepunkt > 65°C)
GrauBAnorganische Gase & Dämpfe (z. B. Chlor, Blausäure)
GelbESaure Gase (z. B. Schwefeldioxid, Chlorwasserstoff)
GrünKAmmoniak & Ammoniakderivate
SchwarzCOKohlenstoffmonoxid
RotHgQuecksilber
BlauNONitrose Gase (inkl. Stickstoffmonoxid)
OrangeReaktorRadioaktives Jod / Jodmethan
WeißPPartikel (Staub, Aerosole)

Tipp: Für unsichere Situationen sind Kombinationsfilter sinnvoll, die mehrere Gefahrenarten abdecken.


Wann keine Atemschutzmaske verwenden?

Atemschutzmasken mit Filtern sind nicht geeignet, wenn:

  • Weniger als 17 % Sauerstoff in der Luft vorhanden ist (z. B. in Schächten oder Tanks)

  • Schadstoffkonzentrationen über der Filterklasse liegen

  • Schadstoffe unbekannt, geruchs- oder geschmacklos sind

  • Filter abgelaufen oder bereits benutzt wurden

In solchen Fällen ist ein Isoliergerät (z. B. Pressluftatmer) notwendig.


Wichtige Hinweise zur Lagerung und Haltbarkeit

  • Verfallsdatum beachten: Filter halten meist 6 Jahre, Partikelfilter oft bis zu 12 Jahre (Herstellerangaben prüfen)

  • Trocken, kühl und staubfrei lagern

  • Masken in luftdichten Beuteln aufbewahren, um vor Feuchtigkeit und Verschmutzung zu schützen


Fazit

Eine Atemschutzmaske kann im Krisenfall den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten. Wer sich mit passenden Filtern eindeckt, auf Haltbarkeit achtet und den Einsatz richtig trainiert, ist für viele Gefahrenlagen – von Schadstoffwolken bis zu Epidemien – deutlich besser vorbereitet.

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