Wie viel Wasser benötigt eine Familie, wenn die Trinkwasserversorgung für mehrere Tage ausfällt? Die Antwort hängt nicht nur von der Anzahl der Personen ab. Auch die Dauer des Ausfalls, das Alter der Familienmitglieder, Haustiere, die Zubereitung von Lebensmitteln und besondere gesundheitliche Bedürfnisse spielen eine Rolle.
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Mit einer einfachen Formel lässt sich der persönliche Wasserbedarf schnell berechnen:
Personenzahl × Liter pro Person und Tag × Anzahl der Tage = benötigter Wasservorrat
Eine vierköpfige Familie benötigt bei einer vorsichtigen Planung mit vier Litern pro Person und Tag für zehn Tage beispielsweise:
4 Personen × 4 Liter × 10 Tage = 160 Liter Wasser
In diesem Ratgeber erfahren Sie, mit welcher Wassermenge Sie rechnen sollten, welche Reserven sinnvoll sind und wie Sie den Vorrat praktisch auf verschiedene Behälter verteilen können.
Warum ein Wasservorrat besonders wichtig ist
Trinkwasser gehört zu den wichtigsten Bestandteilen der privaten Krisenvorsorge. Bei einem Stromausfall, einem Rohrbruch, einer Verunreinigung des Leitungsnetzes oder einer anderen größeren Störung kann die Wasserversorgung zeitweise eingeschränkt sein.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, kurz BBK, weist darauf hin, dass ein erwachsener Mensch mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag benötigt. Zusätzlich sollten etwa 0,5 Liter für die Zubereitung von Lebensmitteln eingeplant werden. Daraus ergibt sich der häufig genannte Mindestwert von zwei Litern pro Person und Tag.
Das BBK empfiehlt grundsätzlich, sich möglichst zehn Tage selbst versorgen zu können. Wer noch keinen entsprechenden Vorrat besitzt, kann zunächst mit drei Tagen beginnen und diesen anschließend schrittweise erweitern.
Wichtig ist jedoch: Die zwei Liter decken im Wesentlichen das Trinken und einen kleinen Anteil für die Lebensmittelzubereitung ab. Wasser zum Händewaschen, Reinigen oder Spülen ist darin kaum enthalten.
Wie viele Liter Wasser sollte man pro Person einplanen?
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Für die Berechnung des Wasservorrats können drei verschiedene Planungsstufen verwendet werden.
1. Absoluter Mindestvorrat: 2 Liter pro Person und Tag
Dieser Wert orientiert sich an der Empfehlung des BBK:
- etwa 1,5 Liter zum Trinken
- etwa 0,5 Liter für die Zubereitung von Lebensmitteln
Für kurze Versorgungsunterbrechungen ist das eine sinnvolle Mindestgröße. Komfort oder zusätzliche Hygiene sind damit allerdings kaum möglich.
2. Praktischer Familienvorrat: 4 Liter pro Person und Tag
Für die private Vorsorge ist eine Planung mit vier Litern pro Person und Tag häufig realistischer. Damit steht etwas mehr Wasser zur Verfügung für:
- Trinken
- Kaffee und Tee
- Kochen
- Zubereitung von Babynahrung
- Einnahme von Medikamenten
- eine kleine Sicherheitsreserve
Auch mit vier Litern ist noch kein normaler Haushaltsbetrieb möglich. Die Menge erleichtert den Alltag im Notfall jedoch deutlich.
3. Erweiterter Bedarf: 7,5 bis 15 Liter pro Person und Tag
Bei einer länger andauernden Krise wird Wasser nicht nur zum Trinken und Kochen benötigt. Auch die persönliche Hygiene und die Reinigung wichtiger Gegenstände müssen berücksichtigt werden.
Die Weltgesundheitsorganisation nennt für Notsituationen einen Gesamtbedarf von etwa 15 Litern pro Person und Tag, sobald eine entsprechende Versorgung möglich ist. Darin sind neben Trinkwasser auch grundlegendes Wasser für Kochen und Hygiene enthalten. In einer unmittelbaren Notlage kann die verfügbare Menge zunächst geringer sein.
Für die meisten Haushalte wäre es allerdings kaum möglich, 15 Liter pro Person und Tag vollständig einzulagern. Bei vier Personen und zehn Tagen wären das bereits 600 Liter.
Deshalb ist es sinnvoll, zwischen zwei Wasserarten zu unterscheiden:
Trinkwasser:
Sauberes und sicher gelagertes Wasser zum Trinken, Kochen und Zähneputzen.
Brauchwasser:
Zusätzliches Wasser für Toilettenspülung, Reinigung und einfache Hygiene. Dafür kann je nach Situation beispielsweise gesammeltes Regenwasser verwendet werden.
Die einfache Formel zur Berechnung
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Die Grundrechnung lautet:
Anzahl der Personen × Tagesbedarf × Anzahl der Tage
Für einen knappen Mindestvorrat verwenden Sie zwei Liter pro Person und Tag.
Für einen praktischeren Familienvorrat verwenden Sie vier Liter pro Person und Tag.
Beispiel für eine dreiköpfige Familie
Eine Familie besteht aus zwei Erwachsenen und einem Kind. Der Vorrat soll für zehn Tage reichen.
Mindestvorrat:
3 Personen × 2 Liter × 10 Tage
= 60 Liter
Praktischer Vorrat:
3 Personen × 4 Liter × 10 Tage
= 120 Liter
Der Unterschied ist erheblich. Mit 60 Litern ist nur eine sehr sparsame Versorgung möglich. 120 Liter schaffen dagegen zusätzlichen Spielraum für Kochen, Getränke und unvorhergesehenen Mehrbedarf.
Tabelle: Mindestbedarf mit 2 Litern pro Person
| Haushaltsgröße | 3 Tage | 7 Tage | 10 Tage |
|---|---|---|---|
| 1 Person | 6 Liter | 14 Liter | 20 Liter |
| 2 Personen | 12 Liter | 28 Liter | 40 Liter |
| 3 Personen | 18 Liter | 42 Liter | 60 Liter |
| 4 Personen | 24 Liter | 56 Liter | 80 Liter |
| 5 Personen | 30 Liter | 70 Liter | 100 Liter |
| 6 Personen | 36 Liter | 84 Liter | 120 Liter |
Diese Mengen orientieren sich am Mindestansatz des BBK. Sie enthalten nur wenig Reserve für zusätzliche Getränke oder einen höheren Wasserbedarf.
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Tabelle: Praktischer Vorrat mit 4 Litern pro Person
| Haushaltsgröße | 3 Tage | 7 Tage | 10 Tage |
| 1 Person | 12 Liter | 28 Liter | 40 Liter |
| 2 Personen | 24 Liter | 56 Liter | 80 Liter |
| 3 Personen | 36 Liter | 84 Liter | 120 Liter |
| 4 Personen | 48 Liter | 112 Liter | 160 Liter |
| 5 Personen | 60 Liter | 140 Liter | 200 Liter |
| 6 Personen | 72 Liter | 168 Liter | 240 Liter |
Diese Variante ist für Familien meist alltagstauglicher. Sie umfasst weiterhin keinen normalen Wasserverbrauch für Duschen, Wäschewaschen oder regelmäßiges Spülen.
Wie viel Wasser braucht eine vierköpfige Familie?
Für eine Familie mit vier Personen ergeben sich folgende Mengen:
Vorrat für drei Tage
- Mindestbedarf: 24 Liter
- Praktischer Vorrat: 48 Liter
Für einen ersten Notvorrat könnten beispielsweise zwei 10-Liter-Kanister und mehrere Wasserflaschen eingelagert werden.
Vorrat für sieben Tage
- Mindestbedarf: 56 Liter
- Praktischer Vorrat: 112 Liter
Eine mögliche Aufteilung wären fünf 20-Liter-Kanister sowie zwölf Liter Wasser in handelsüblichen Flaschen.
Vorrat für zehn Tage
- Mindestbedarf: 80 Liter
- Praktischer Vorrat: 160 Liter
160 Liter entsprechen beispielsweise:
- acht Kanistern mit jeweils 20 Litern
- 16 Kanistern mit jeweils 10 Litern
- rund 107 Flaschen mit jeweils 1,5 Litern
- einer Kombination aus Kanistern und Mineralwasserflaschen
Eine Mischung verschiedener Behältergrößen ist meistens praktischer als ein einziger großer Tank.
Müssen Kinder genauso berechnet werden wie Erwachsene?
Für eine einfache und sichere Vorratsplanung sollten auch Kinder grundsätzlich als vollständige Person mitgerechnet werden.
Kleinere Kinder trinken zwar normalerweise weniger als Erwachsene. Gleichzeitig wird aber möglicherweise zusätzliches Wasser benötigt für:
- Säuglingsnahrung
- Brei und andere Speisen
- Reinigung von Flaschen und Zubehör
- häufigeres Händewaschen
- kleinere Missgeschicke
- Medikamente
Es ist daher nicht sinnvoll, den Vorrat für Kinder stark zu reduzieren.
Bei Babys sollte sogar eine zusätzliche Reserve eingeplant werden. Besonders wichtig ist sauberes Trinkwasser, das sich für die Zubereitung von Säuglingsnahrung eignet.
Wann muss der Wasserbedarf erhöht werden?
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Die pauschale Rechnung bildet nur einen durchschnittlichen Haushalt ab. Unter bestimmten Bedingungen sollte die Menge erhöht werden.
Hohe Temperaturen
Bei Hitze steigt der Flüssigkeitsbedarf. Das gilt besonders, wenn sich Personen körperlich anstrengen oder sich in stark aufgeheizten Räumen aufhalten.
Körperliche Arbeit
Das Tragen von Wasser, Aufräumarbeiten nach einem Unwetter oder andere körperlich anstrengende Tätigkeiten erhöhen den Flüssigkeitsbedarf.
Krankheit
Fieber, Durchfall oder Erbrechen können zu einem deutlich erhöhten Flüssigkeitsverlust führen. In diesen Fällen kann eine pauschale Notfallrechnung zu knapp sein.
Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangere und insbesondere stillende Personen können einen höheren Flüssigkeitsbedarf haben. Dafür sollte eine zusätzliche Reserve vorgesehen werden.
Einnahme von Medikamenten
Viele Medikamente müssen mit ausreichend Wasser eingenommen werden. Erkrankungen können außerdem besondere Anforderungen an die Trinkmenge mit sich bringen.
Trockene Lebensmittel
Reis, Nudeln, Couscous, Kartoffelpüree, Suppenpulver und getrocknete Hülsenfrüchte benötigen bei der Zubereitung teilweise erhebliche Mengen Wasser.
Ein Lebensmittelvorrat, der fast ausschließlich aus trockenen Produkten besteht, erhöht deshalb den Wasserbedarf.
Wasserbedarf für Haustiere berechnen
Haustiere dürfen bei der Vorratsplanung nicht vergessen werden. Auch das BBK erinnert in seinen Vorsorgeinformationen daran, Wasser für Tiere einzuplanen.
Der tatsächliche Bedarf hängt von Tierart, Körpergewicht, Futter, Temperatur und Gesundheitszustand ab.
Als grobe Orientierung kann mit folgenden Größenordnungen geplant werden:
- Katze: ungefähr 0,2 bis 0,3 Liter täglich
- kleiner Hund: ungefähr 0,3 bis 0,7 Liter täglich
- mittelgroßer Hund: ungefähr 0,7 bis 1,5 Liter täglich
- großer Hund: ungefähr 1,5 bis 3 Liter täglich
Tiere, die überwiegend Nassfutter erhalten, nehmen einen Teil der Flüssigkeit über ihr Futter auf. Bei Trockenfutter wird entsprechend mehr Trinkwasser benötigt.
Für ein Tier sollte außerdem eine Reserve eingeplant werden. Verschüttetes Wasser, Hitze oder Erkrankungen können den Verbrauch kurzfristig erhöhen.
Beispiel: Familie mit Hund
Vier Personen und ein mittelgroßer Hund sollen für zehn Tage versorgt werden.
Familie:
4 × 4 Liter × 10 Tage
= 160 Liter
Hund:
1 Liter × 10 Tage
= 10 Liter
Gesamtbedarf:
160 Liter + 10 Liter
= 170 Liter
Mit einer zusätzlichen Reserve von zehn Prozent wären rund 187 Liter sinnvoll.
Eine Sicherheitsreserve einplanen
Der berechnete Wert sollte möglichst nicht die absolute Obergrenze des Vorrats darstellen. Behälter können undicht werden, Wasser kann verschüttet werden und der tatsächliche Verbrauch kann höher ausfallen als geplant.
Sinnvoll ist daher ein Zuschlag von etwa zehn bis zwanzig Prozent.
Die Rechnung lautet dann:
Grundbedarf × 1,1 für zehn Prozent Reserve
oder
Grundbedarf × 1,2 für zwanzig Prozent Reserve
Beispiel
Eine vierköpfige Familie benötigt bei vier Litern pro Person für zehn Tage zunächst 160 Liter.
Mit zehn Prozent Reserve:
160 Liter × 1,1 = 176 Liter
Mit zwanzig Prozent Reserve:
160 Liter × 1,2 = 192 Liter
Ein realistisches Ziel wären in diesem Fall etwa 180 bis 200 Liter.
Trinkwasser und Brauchwasser getrennt planen
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Nicht jeder Liter Wasser muss die gleiche Qualität besitzen. Eine Trennung erleichtert die Lagerung und vergrößert die verfügbaren Reserven.
Trinkwasser wird benötigt für:
- direktes Trinken
- Kochen
- Kaffee und Tee
- Zähneputzen
- Medikamenteneinnahme
- Reinigung von Wunden
- Zubereitung von Säuglingsnahrung
Brauchwasser kann verwendet werden für:
- Toilettenspülung
- grobe Reinigung
- Putzen
- Waschen bestimmter Gegenstände
- gegebenenfalls Körperpflege
Regenwasser ist ohne geeignete Aufbereitung grundsätzlich kein sicheres Trinkwasser. Es kann jedoch als Brauchwasser eine wertvolle Ergänzung darstellen und den eingelagerten Trinkwasservorrat entlasten.
Wie viel Wasser wird für die Hygiene benötigt?
Im normalen Alltag verbraucht ein Haushalt deutlich mehr Wasser als nur die zum Trinken erforderliche Menge. Das BBK nennt für Deutschland einen durchschnittlichen täglichen Trinkwasserverbrauch von rund 126 Litern pro Person für alle häuslichen Zwecke. Dazu gehören unter anderem Duschen, Toilettenspülung, Wäschewaschen und Reinigung.
Eine solche Menge lässt sich als privater Notvorrat kaum lagern. Während eines Versorgungsausfalls muss der Verbrauch deshalb deutlich reduziert werden.
Das BBK empfiehlt bei längerer Wasserknappheit unter anderem:
- Wasser sparsam einzusetzen
- wasserfreie oder wassersparende Reinigungsmittel zu verwenden
- Feucht- und Desinfektionstücher zu nutzen
- unnötiges Spülen zu vermeiden
- gegebenenfalls Einweggeschirr einzusetzen
Für die persönliche Hygiene können daher separate Lösungen vorbereitet werden:
- Feuchttücher
- Handdesinfektionsmittel
- Trockenshampoo
- Waschhandschuhe
- Müllbeutel
- Einweghandschuhe
- Campingtoilette
- zusätzliches Brauchwasser
Je besser diese Hilfsmittel vorbereitet sind, desto länger reicht der eigentliche Trinkwasservorrat.
Wie sollte der Vorrat auf Behälter verteilt werden?
Ein Vorrat von 100, 160 oder 200 Litern klingt zunächst sehr groß. Auf mehrere Behälter verteilt lässt sich die Menge jedoch leichter unterbringen.
Für eine vierköpfige Familie mit einem Zielvorrat von rund 180 Litern wäre beispielsweise folgende Zusammenstellung denkbar:
- vier 20-Liter-Kanister: 80 Liter
- vier 10-Liter-Kanister: 40 Liter
- vier Kästen mit je zehn 1,5-Liter-Flaschen: 60 Liter
Gesamt: 180 Liter
Diese Mischung hat mehrere Vorteile:
- Kleine Behälter lassen sich leichter tragen.
- Bei einer Undichtigkeit geht nicht der gesamte Vorrat verloren.
- Wasserflaschen können laufend verbraucht und ersetzt werden.
- Kanister eignen sich als kompakte Langzeitreserve.
- Einzelne Behälter können bei Bedarf mitgenommen werden.
Ein gefüllter 20-Liter-Kanister wiegt ungefähr 20 Kilogramm. Für Kinder, ältere Menschen oder Personen mit körperlichen Einschränkungen können 5- oder 10-Liter-Behälter praktischer sein.
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Schritt für Schritt zum persönlichen Wasservorrat
Schritt 1: Alle Personen zählen
Berücksichtigen Sie:
- Erwachsene
- Kinder
- Babys
- regelmäßig anwesende Angehörige
- pflegebedürftige Personen
- Haustiere
Schritt 2: Vorsorgezeitraum bestimmen
Eine sinnvolle Staffelung ist:
- zunächst drei Tage
- anschließend sieben Tage
- als Ziel zehn Tage
Schon ein kleiner Vorrat ist besser als gar keine Reserve. Das BBK empfiehlt ebenfalls, zunächst für mindestens drei Tage vorzusorgen und den Bestand nach Möglichkeit auf zehn Tage auszubauen.
Schritt 3: Tagesmenge auswählen
- 2 Liter: absoluter Mindestvorrat
- 4 Liter: praktischer Familienvorrat
- zusätzliche Menge: besondere Bedürfnisse und Haustiere
Schritt 4: Reserve ergänzen
Rechnen Sie möglichst zehn bis zwanzig Prozent hinzu.
Schritt 5: Vorhandene Getränke erfassen
Zum Vorrat können nicht nur reine Wasserflaschen gehören. Auch andere haltbare Getränke liefern Flüssigkeit, beispielsweise:
- Mineralwasser
- Saft
- haltbare Getränke
- bereits fertig gemischte Getränke
Alkoholische Getränke sollten nicht als Ersatz für Trinkwasser eingeplant werden.
Schritt 6: Behälter auswählen
Verteilen Sie den Bedarf auf Flaschen und geeignete Trinkwasserkanister. Achten Sie auf lebensmittelechte Materialien und gut schließende Verschlüsse.
Schritt 7: Vorrat regelmäßig kontrollieren
Prüfen Sie:
- Mindesthaltbarkeitsdaten
- Dichtigkeit
- Geruch und Aussehen
- Sauberkeit der Behälter
- Lagerort
- vorhandene Gesamtmenge
Beispielrechnung für verschiedene Familien
Zwei Erwachsene für zehn Tage
2 Personen × 4 Liter × 10 Tage
= 80 Liter
Mit zehn Prozent Reserve:
80 Liter × 1,1
= 88 Liter
Ein sinnvoller Zielwert wären rund 90 Liter.
Zwei Erwachsene und ein Kind für sieben Tage
3 Personen × 4 Liter × 7 Tage
= 84 Liter
Mit zehn Prozent Reserve:
84 Liter × 1,1
= 92,4 Liter
Der Haushalt sollte rund 95 Liter einplanen.
Zwei Erwachsene und zwei Kinder für zehn Tage
4 Personen × 4 Liter × 10 Tage
= 160 Liter
Mit zehn Prozent Reserve:
160 Liter × 1,1
= 176 Liter
Ein sinnvoller Zielwert wären rund 180 Liter.
Zwei Erwachsene, drei Kinder und ein Hund für zehn Tage
Menschen:
5 Personen × 4 Liter × 10 Tage
= 200 Liter
Hund:
1 Liter × 10 Tage
= 10 Liter
Zwischensumme:
200 Liter + 10 Liter
= 210 Liter
Mit zehn Prozent Reserve:
210 Liter × 1,1
= 231 Liter
Der Haushalt sollte etwa 230 bis 240 Liter einplanen.
Häufige Fehler bei der Berechnung
Nur den reinen Trinkbedarf berücksichtigen
Wer ausschließlich mit der täglich getrunkenen Wassermenge rechnet, vergisst Kochen, Kaffee, Tee, Medikamente und andere notwendige Anwendungen.
Kinder nur teilweise mitzählen
Kinder benötigen möglicherweise weniger Trinkwasser, verursachen aber zusätzlichen Bedarf bei der Zubereitung von Speisen und der Reinigung.
Haustiere vergessen
Auch Haustiere sind auf sauberes Wasser angewiesen. Ihr Bedarf muss zusätzlich eingeplant werden.
Ausschließlich trockene Lebensmittel bevorraten
Trockene Lebensmittel sind lange haltbar, benötigen bei der Zubereitung aber häufig viel Wasser und Energie.
Keine Reserve vorsehen
Der errechnete Bedarf kann durch Hitze, Krankheit, Verschütten oder eine längere Störung überschritten werden.
Den gesamten Vorrat in einem Behälter lagern
Ein einziger großer Tank ist schwer zu transportieren. Wird er verunreinigt oder undicht, kann der gesamte Vorrat verloren gehen.
Hygiene und Toilettennutzung nicht bedenken
Der reine Trinkwasservorrat löst nicht alle Probleme eines Wasserausfalls. Eine getrennte Planung für Brauchwasser und wasserfreie Hygiene ist notwendig.
Kompakte Checkliste zur Berechnung
Beantworten Sie vor dem Einkauf oder Befüllen Ihrer Behälter folgende Fragen:
- Wie viele Personen leben im Haushalt?
- Sind Babys, Kinder oder pflegebedürftige Personen dabei?
- Wie viele Tage soll der Vorrat reichen?
- Rechne ich mit zwei oder besser vier Litern täglich?
- Gibt es besondere gesundheitliche Bedürfnisse?
- Welche Lebensmittel benötigen zusätzliches Kochwasser?
- Müssen Haustiere versorgt werden?
- Habe ich zehn bis zwanzig Prozent Reserve eingeplant?
- Steht zusätzliches Brauchwasser zur Verfügung?
- Welche Behältergrößen können alle Familienmitglieder tragen?
- Wo kann der Vorrat kühl und dunkel gelagert werden?
- Wie wird das Wasser regelmäßig kontrolliert und ausgetauscht?
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Wasser braucht eine Familie mit vier Personen für zehn Tage?
Nach dem Mindestansatz von zwei Litern pro Person werden 80 Liter benötigt.
Für eine praktischere Planung mit vier Litern pro Person sollten 160 Liter vorgesehen werden. Mit einer zusätzlichen Reserve liegt ein sinnvoller Zielwert bei etwa 180 bis 200 Litern.
Reichen zwei Liter Wasser pro Person und Tag aus?
Zwei Liter sind als knapper Mindestvorrat für Trinken und einen kleinen Kochanteil gedacht. Für zusätzliche Getränke, einen höheren Bedarf oder kleine Verluste bleibt kaum Spielraum.
Eine Planung mit vier Litern pro Person und Tag ist für viele Familien alltagstauglicher.
Wie viel Wasser sollte man mindestens zu Hause haben?
Als erster Schritt sollte ein Vorrat für drei Tage vorhanden sein. Langfristig empfiehlt sich eine Planung für bis zu zehn Tage.
Zählen Saft und andere Getränke zum Wasservorrat?
Haltbare alkoholfreie Getränke können grundsätzlich zum Flüssigkeitsvorrat gerechnet werden. Trotzdem sollte ein großer Teil aus reinem Wasser bestehen, weil dieses auch zum Kochen, Zähneputzen und zur Medikamenteneinnahme verwendet werden kann.
Kann Regenwasser als Vorrat angerechnet werden?
Regenwasser kann als zusätzliches Brauchwasser eingeplant werden. Ohne geeignete Aufbereitung sollte es nicht als sicheres Trinkwasser betrachtet werden.
Wo lagert man 160 oder 200 Liter Wasser?
Der Vorrat kann auf verschiedene kühle, dunkle und frostfreie Lagerorte verteilt werden. Geeignet sind beispielsweise Keller, Vorratsraum oder Speisekammer. Wichtig sind stabile Stellflächen und ein Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung.
Fazit: Lieber realistisch als zu knapp rechnen
Für die einfachste Berechnung multiplizieren Sie die Zahl der Personen mit dem täglichen Wasserbedarf und der gewünschten Anzahl an Tagen.
Das offizielle Minimum von zwei Litern pro Person und Tag ist eine wichtige Ausgangsgröße. Für eine Familie ist eine Planung mit vier Litern jedoch häufig realistischer, weil dadurch neben dem Trinken auch mehr Spielraum für Kochen, Medikamente und kleine Verluste entsteht.
Eine vierköpfige Familie benötigt für zehn Tage daher:
- mindestens 80 Liter
- praktisch geplant etwa 160 Liter
- mit Sicherheitsreserve ungefähr 180 bis 200 Liter
Zusätzlich sollte Brauchwasser für Reinigung und Toilettennutzung bedacht werden. Der Vorrat muss dabei nicht auf einmal entstehen. Beginnen Sie mit drei Tagen und erweitern Sie ihn schrittweise, bis Ihre Familie möglichst zehn Tage überbrücken kann.
