Wer im Krisenfall nicht mehr auf den Supermarkt zugreifen kann, muss Nahrung selbst anbauen, sammeln oder jagen. Das macht unabhängig – erfordert aber auch das Wissen, wie man Lebensmittel konserviert. Ohne diese Fähigkeiten verderben Fleisch, Fisch oder Gemüse schnell – und im schlimmsten Fall stehst du nach einer erfolgreichen Jagd schon am nächsten Tag wieder ohne Essen da.
Fazit: Vorratshaltung und Konservierung sind entscheidende Überlebenstechniken – nicht nur für die Krisenvorsorge, sondern auch für Outdoor-Abenteuer und Selbstversorger.
Inhalt
Warum konservieren?
Längere Haltbarkeit: Lebensmittel sind Wochen bis Monate genießbar.
Flexibilität: Vorräte schaffen Sicherheit in Notzeiten.
Vielfalt: Saisonale Produkte können ganzjährig genutzt werden.
Schutz vor Verderb: Weniger Lebensmittelverschwendung.
Methoden der Lebensmittelkonservierung
1. Pökeln
Beim Pökeln wird Fleisch in Pökelsalz (oft mit Zucker oder Honig gemischt) eingerieben.
Wirkung: Salz entzieht dem Fleisch Wasser, Bakterien verlieren ihre Lebensgrundlage.
Vorgehen: Fleisch in Salz-Zucker-Gemisch wälzen, in Glas- oder Keramikgefäß legen, kühl & trocken lagern.
Dauer: ca. 4 Wochen, danach vakuumieren oder in Papier/Plastik einwickeln.
Tipp: Zucker mildert den salzigen Geschmack und sorgt für angenehmes Aroma.
2. Einwecken / Einkochen
Ablauf: Lebensmittel werden gekocht oder gegart und anschließend in sterile Gläser gefüllt.
Zusatz: Brühe, Salzlake oder Zuckerwasser je nach Produkt.
Haltbarkeit: Bis zu 12 Monate, bei dunkler und kühler Lagerung auch länger.
3. Trocknen / Dehydrieren
Prinzip: Entzug von Feuchtigkeit durch Lufttrocknung oder Dörrgerät.
Geeignet für: Fleisch (Jerky), Fisch, Obst, Gemüse, Kräuter.
Vorteil: Extrem leicht, platzsparend und lange haltbar.
Tipp: In luftdichte Behälter oder Mylar-Beutel mit Sauerstoffabsorber verpacken.
4. Salzlake (Nasspökeln)
Ablauf: Lebensmittel werden in stark gesalzene Flüssigkeit eingelegt.
Vorteil: Gleichmäßige Konservierung, einfache Zubereitung.
Nachteil: Etwas schwerer transportierbar, da Flüssigkeit enthalten ist.
5. Räuchern
Kalt- oder Heißräuchern konserviert durch Rauch und Trocknung.
Besonders geeignet für: Fleisch, Fisch, Käse.
Vorteil: Aromatischer Geschmack, gute Haltbarkeit.
Tipps für Krisenvorsorge & Selbstversorgung
Vorab üben – Lerne die Methoden, bevor eine Krise eintritt.
Vorräte rotieren – Ältere Lebensmittel zuerst verbrauchen.
Hygiene beachten – Saubere Gefäße und Werkzeuge sind entscheidend.
Kombinieren – Mehrere Methoden nutzen (z. B. Pökeln + Räuchern).
Nützliche Ausrüstung & Literatur
- Gahm, Bernhard (Autor)
- Gahm, Bernhard (Autor)
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Einmachgläser & Einkochautomat
Dörrgerät
Räucherofen
Pökelsalz & Gewürze
Fazit
Lebensmittel konservieren ist kein Hexenwerk, aber eine Schlüsselkompetenz für Krisenvorsorge, Survival und Selbstversorgung. Ob durch Pökeln, Einwecken, Trocknen oder Räuchern – wer vorbereitet ist, kann unabhängig von Lieferketten und Supermärkten überleben.