Kraftstoff lagern für den Krisenfall

In Krisenfällen, die sich bereits ein paar Tage vorher ankündigen, kann man die ersten Reaktionen der Menschen sehen. Sie beginnen mit Hamsterkäufen in den Supermärkten und Baumärkten um Krisenvorräte anzulegen. An den Tankstellen gibt es ebenfalls einen enormen Ansturm. Vor dem Hurrikane „Irma“ im September 2017 konnte diese Reaktionen beobachten. Am Ende saßen die Tankstellen auf dem Trockenen und konnten kein Benzin mehr ausgeben.

Da ist es natürlich gut, wenn man im Rahmen der Krisenvorsorge selbst Kraftstoff gelagert hat. Somit ist man weiter mobil und kann zur Not auch ein Notstromaggregat damit betreiben. In Deutschland sollte man bei der Lagerung jedoch einige Punkte beachten, damit man nicht vor einer Krise mit dem Gesetz in den Konflikt kommt. Daher sehen wir uns hier die rechtlichen Vorgaben einmal näher an.

Kraftstoff privat lagern – Das ist zu beachten!

  • Kraftstoff darf nur in verschlossenen und zugelassenen Behältern aufbewahrt werden. Diese müssen zudem Bruchsicher und nicht Brennbar sein. Kraftstoffbehälter sind am besten aus Metall. Man muss darauf achten, dass sie komplett dicht sind. Es empfiehlt sich den Behälter bis zu ca. 95% aufzufüllen. Wird der Krafstoff luftdicht gelagert, verdirbt er auch nicht. In Kraftstoffbehälter dürfen bis zu 60 Liter Kraftstoff gelagert werden.
  • Wenn man Kraftstoff lagert erhöht sich hierduch die Brandgefahr. Da die Kanister in den seltensten Fällen zu 100% dicht sind, können Gase austreten. Daher darf der Kraftstoff nur in belüfteten Räumen gelagert werden. Lebensmittel und Kraftstoff sollte nicht im gleichen Raum gelagert werden.
  • Bei einer Lagerung im Keller ist darauf zu achten, dass dort nicht mehr als 20 Liter Kraftstoff eingelagert werden dürfen. Grundsätzlich ist von einer Treibstofflagerung im Keller abzuraten, da dort besser Lebensmittel gelagert werden. Falls aus einem der Behälter Gas austritt, könnte dieses in die Wohnräume gelangen.
  • Bei einer Lagerung in Garagen bis 100 Quadratmetern dürfen nicht mehr als 20 Liter Benzin und 200 Liter Diesel eingelagert werden. Wenn die Garage gemietet ist, sollte man besser vorher den Mietvertrag noch einmal genau durchlesen. Vermieter können die Treibstofflagerung in den Mietbedingungen ausschließen und sogar die Entfernung einfordern.
  • Generell verboten ist die Lagerung von Kraftstoffen jeglicher Art in Treppenhäusern, in allgemein zugänglichen Räumen sowie in den Räumen des Dachgeschosses. Von selbst versteht sich wohl, dass der Treibstoff auch nicht auf dem Dach gelagert werden darf.

 

 

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Unsere schlimmste Krise wäre, was die Menschen vor 150 Jahren ihr tägliches Leben nannten
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