Einbruchschwachstellen und Widerstandsklassen

Einen wirksamen Einbruchschutz kann man nur dann sicherstellen, wenn man die Schwachstellen des Hauses kennt. Ein Einbrecher bevorzugt in der Regel einen leichten und schnellen Einbruch. Wenn er hierbei keine Aufmerksamkeit auf sich zieht, wie z.B. durch den Lärm einer Alarmanlage oder splitternden Glas, fühlt er sich sicher und verübt sein Verbrechen.

Welche Schwachstellen sind gefährdet?

Gefährdete Bereiche an Häusern sind schlecht einsehbaren Bereiche, wie z.B. Kellerfenster oder auch Kellertüren. Im Falle von Mehrfamilienhäusern wird ein Einbrecher die Wohnungen der oberen Etagen bevorzugen, da dort die Gefahr geringer ist im Treppenhaus auf andere Hausbewohner zu treffen.

Grundsätzlich sind sämtliche Öffnungen der Wohnung oder des Hauses eine mögliche Schwachstelle. Durch Türen, Fenster, Balkontüren, Keller- und Dachfenster kann ein geübter Einbrecher relativ schnell einbrechen, wenn dort keine entsprechende Einbruchschutzsicherung vorhanden ist. Sind dann auch noch Sichtschutzzäune, Kletterhilfen, Leitern oder herumliegendes Werkzeug vorhanden, erleichtert man einem Einbrecher sein Verbrechen.

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Die Widerstandsklassen im Einbruchschutz

Wenn man sich einmal vor Augen führt, wie lange ein erfahrener Einbrecher benötigt um Einbruchschutzmaßnahmen zu überwinden, führt das die Notwendigkeit der Maßnahmen vor Augen. In der DIN EN 1627:2011 sind die Schutzklassen einmal erläutert:

  • Keine besondere Schutzklasse, nach RC 1 N
    Die Bauelemente aus dieser einfachen Schutzklasse sind sehr gering und können durch Anwendung einfacher körperlicher Gewalt überwunden werden, indem man z.B. dagegen tritt, oder das Element herausreißt. Ein möglicher Einbrecher ist in sehr kurzer Zeit in das Objekt eingedrungen.
    Daher werden z.B. Fenster aus dieser Schutzklasse ausschließlich in den oberen Stockwerken verbaut, wo sie nur mit einer Leiter erreichbar sind. In der Regel handelt es sich hierbei um Standardfensterglas.
  • Der Gelegenheitstäter mit einfachem Werkzeug nach RC 2 N
    Wenn ein Gelegenheitstäter mit einfachem Werkzeug, wie z.B. einem Schraubenzieher oder einer Zange, einen Einbruch verübt, kann er in der Regel in einer Zeit von weniger als 3 Minuten in das Objekt eindringen.
  • Ein gewohnt vorgehender Täter kann z.B. mit Hilfe eines Kuhfußes oder zweiten Schraubendreher ein verschlossenes und verriegeltes Fenster oder Tür aufbrechen. Hierfür benötigt er in der Regel nicht mehr als 5 Minuten. Bauelemente dieser Schutzklasse haben die Widerstandsklasse RC 3.
  • Gewohnt vorgehende Täter mit Schlag- oder Sägewerkzeugen, wie z.B. Einer Akku Bohrmaschine, einem Stemmeisen oder Hammer und Meißel benötigen bis zu 10 Minuten um Bauelemente der Schutzklasse RC 4 zu überwinden.
  • Erfahrene Einbrecher greifen auch zu Elektrowerkzeugen, wie z.B. Winkelschleifer, Bohrmaschinen und Säbelsägen. Bauelemente der Widerstandsklasse RC 5 können bis zu 15 Minuten Widerstand bieten, bevor der Einbrecher sie überwinden kann.
  • Für Bauelemente der Schutzklasse RC 6 leisten bis zu 20 Minuten Widerstand. Ein erfahrener Einbrecher benötigt für die Überwindung leisungsfähige Elektrowerkzeuge, wie z.B. Einen Winkelschleifer mit einem Scheibendurchmesser von 250mm.

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