Zivilschutzkonzept für den Katastrophenfall

Mit Sicherheit haben Sie es am Wochenende in den Medien mitbekommen. Unsere Regierung hat nach dem Ende des Kalten Krieges ein neues Zivilschutzkonzept erarbeitet. Es soll in der Woche durch das Kabinett beraten werden.

Im Konzept ist vorgesehen, dass die Bevölkerung im Notfall zu Selbstschutzmaßnahmen bereit ist und sich ausreichend mit Wasser, Lebensmitteln, Energie, warmen Decken und Bargeld eindeckt. Zwei Liter Trinkwasser pro Person und Tag werden für einen Zeitraum von mindestens 5 Tagen, sowie in individueller Vorrat an Lebensmitteln für 10 Tage empfohlen. Somit kann die Bevölkerung im Katastrophenfall erst einmal auf eigene Reserven zurückgreifen, während man versucht eine Notversorgung mit dem Nötigsten einzurichten.

Bisher hatte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bereits seit langen empfohlen, dass man genügend Getränke und Lebensmittel im Haus haben sollte, damit man ca. 14 Tage lang ohne Einkauf überstehen kann. Diese Handlungsempfehlung des Bundesamtes wird nun überarbeitet und das neue Konzept in den nächsten Tagen vorgestellt.

Warum ein neues Notfallkonzept?

Nun kann man sich die Frage stellen, warum ein neues Notfallkonzept auf die Beine gestellt wird. Fürchtet die Bundesregierung etwa Anschläge oder einen Angriff? Nach einer aktuellen Bedrohungsanalyse wird das als unwahrscheinlich angesehen. Trotzdem wurde das Notfallkonzept seit dem Ende des kalten Krieges nicht mehr angepasst. Es soll z.B. wieder ein verlässliches Alarmsystem mit ausreichend Kapazitäten im Gesundheitssystem geschaffen werden.

Weiterhin ist vorgesehen, dass die Bevölkerung durch Brunnen versorgt werden kann. Auch Erdöl und Benzin sollen für einen 90 tägigen Zeitraum vorgehalten werden.

Weitere Informationen werden veröffentlicht, wenn das neue Notfallkonzept von der Bundesregierung verabschiedet wurde.