Schützen Sie Ihr Haus

Stellen Sie sich vor, dass der Krisenfall eingetreten ist. Die Versorgung und das öffentliche Leben brechen zusammen und die Menschen sind dadurch verängstigt. Nach sehr kurzer Zeit beginnt für die meisten Menschen bereits der Kampf um das Überleben. Supermärkte und Geschäfte werden geplündert, die Ordnungskräfte sind nicht mehr in der Lage das zu verhindern. Es wird zu Szenen kommen, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt.

Da Sie sich bisher gut auf den Krisenfall vorbereitet haben, sind Sie nun keineswegs überrascht. Sie können sich und Ihre Familie versorgen. Aber zusätzlich müssen Sie sich und Ihr Haus nun vor anderen Menschen schützen. Eine plündernde und randalierende Menschenmenge kann für Sie schnell zu einer Gefahr werden.

Wenn Sie übrigens in einer dicht besiedelten Region und einer sehr belebten Straße wohnen ist die Wahrscheinlichkeit eines Angriffes höher. Eine Möglichkeit wäre es vor dem Eintritt der Krise in einen weniger stark bevölkerten Stadtteil oder auf das Land zu ziehen.

Schützen Sie sich vor Blicken

Wenn jemand an Ihrem Haus und Grundstück vorbei kommt und dort Maschinen, Fahrzeuge und Werkzeuge sieht, kann das Neugierig machen. Schneller als einem Lieb ist muss man sich dann verteidigen. Daher ist es sinnvoll, wenn man sein Eigentum vor fremden Blicken schützt.

Am besten nutzen Sie Bäume und Büsche, die eine natürliche Barriere bilden und vor neugierigen Blicken schützen. Die Fenster Ihres Hauses sollten nicht zeigen, was im Inneren passiert. Wenn man Sie dort mit Ihrer Familie essen sehen würde, könnte das sehr schnell als Einladung verstanden werden und man sieht sich mit Plünderern konfrontiert.

Stellen Sie sich an die Straße und betrachten Ihr Haus von dort als möglicher Angreifer. Hierdurch können Sie noch Dinge erkennen, die Sie am Haus ändern sollten, bevor die Krise eintritt. Vermeiden Sie es auch einem möglichen Einbrecher ein offenes Fenster oder eine nicht verschlossene Tür zu präsentieren. Solche Gelegenheiten sind immer eine Einladung für Kriminelle.

Der Vorgarten als Haussicherung

Mit Bäumen und Büschen lassen sich Fahrzeuge und Hausbereiche verdecken. Sie können mit der Vegetation es jedoch auch möglichen Angreifern sehr schwer machen, Ihr Haus zu erreichen.

Mit Hilfe von dichten Büschen können Sie einen Angreifer zu einem bestimmten Punkt in Ihrem Vorgarten lenken, von wo aus Sie ihn rechtzeitig erkennen können. Somit können Sie gleich zum Gegenschlag ausholen und sich verteidigen.

Eine weitere Möglichkeit der Zugangskontrolle ist die Nutzung von dornigen Pflanzen wie Stechpalmen. Nur wer das Haus kennt, weiß wo man sicher durch den Vorgarten zum Haus gelangen kann. Der Angreifer hat es jedoch deutlich schwerer zu Ihrem Haus zu kommen. Wünschenswert ist es, wenn der Angreifer nach ein paar Minuten dann einfach aufgibt.

Die Türen sichern

© Terminator3d - Fotolia.com

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Wenn der Schutz vor neugierigen Blicken und auch Ihr Vorgarten einen Angreifer nicht abhalten können, muss er immer noch in das Haus hinein gelangen. Mit entsprechenden Sicherungsmaßnahmen können Sie hier den Eindringling so lange wie möglich aufhalten.

Die Türen sind der natürliche Zugang zum Haus, daher wird der Angreifer auch diese zunächst ansehen. Eine Sicherheitstür wirkt abschreckend. Eine Glastür macht zwar optisch etwas her, ist aber im Falle eines Einbruchs eine perfekte Einladung, da sie einfach zerschlagen werden kann.

Achten Sie auch auf die Hintertür. Meistens sind diese schwächer als die Haupteingangstür. Wenn Sie dort bisher nur eine Glas- oder Holztür haben, sollten Sie ggf. auch hier eine Sicherheitstür einbauen.

Bei einer guten Sicherheitstür ist der Türrahmen im kompletten Mauerwerk rundum mit Schrauben und zusätzlich mit Bauschaum gesichert. Die Tür hat nicht nur den Schließzylinder sondern weitere Sicherheitshaken, die beim Abschließen die Tür sichern.

Zusätzlich sollten Sie zum normalen Schloss einen Türriegel einbauen.

Denken Sie auch an die Balkon-/Terrassentür. Häufig sind diese aus Glas und somit ein guter Angriffspunkt für einen Einbrecher. Wenn Sie diese mit Sperrholz verkleiden, erschweren Sie dem Einbrecher den Zugang. Wenn es sich um eine Schiebetür handelt, sollten zusätzlich die Schiene der Schiebetür blockieren.

Die Sicherung der Fenster

Mit Hilfe eines Brecheisens oder mit einem Schraubenzieher kann fast jeder Einbrecher ein Fenster aufhebeln, wenn der Spalt zwischen Rahmen und Fenster groß genug ist. Es gibt spezielle Fenster, die das verhindern können.

Eine weitere Möglichkeit der Fenstersicherung sind sogenannte Stopper. Hierbei handelt es sich um Nägel oder einen Metallpin, der im Fensterrahmen angebracht wird und somit das komplette Öffnen des Fensters verhindern, auch wenn das Fenster aufgebrochen wurde.

Grundsätzlich sollten Sie jedoch überlegen, welche Fenster Sie unbedingt benötigen um Licht nach Innen zu lassen und etwas zu sehen. Alle anderen Fenster sind nur mögliche Angriffsziele. Alle anderen Fenster sollten Sie mit Sperrholz verkleiden und vernageln. Somit ist es für einen Angreifer schon schwieriger in Ihr Haus zu gelangen.