Mini-Farming – Selbstversorgung auf kleinsten Raum

Wir leben in stürmischen Zeiten und niemand weiß, wie lange unser friedliches Miteinander noch eine verlässliche Grundlage sein kann. Auf Krisenzeiten vorbereitet zu sein bedeutet, heute schon zu beginnen, sich echte Alternativen zu schaffen. Heute bekommen wir im Supermarkt noch alle Lebensmittel, doch wird es morgen noch so sein? Im Falle einer Krise kann die Versorgung mit Nahrungsmitteln eingeschränkt sein oder gar nicht mehr funktionieren.

Vielleicht hast Du schon Vorräte angelegt, doch die Versorgung mit frischen Lebensmitteln ist noch nicht gesichert. Hierfür kannst Du mit Mini-Farming vorsorgen, mit dem Du jetzt schon beginnen kannst.

Warum sollte man selbst etwas anbauen?

© Edler von Rabenstein – Fotolia.com

Frische Lebensmittel, Früchte und Kräuter versorgen Deinen Körper mit Vitaminen und Spurenelementen, wie es nur die Natur kann. Der Vorteil von Mini-Farming ist, dass Du auf kleinstem Raum zumindest einen Teil der benötigten Lebensmittel anbauen kannst. Das kann in der Wohnung an einem Fenster, auf dem Balkon oder der Terrasse oder natürlich im eigenen Garten sein.

Solange die Zeiten noch friedlich sind, bietet sich für das Mini-Farming auch ein Schrebergarten an, der mit etwas Abstand zur Wohnung gelegen ist. In der Krise jedoch ist es zweifelhaft, ob Du den Garten wirklich halten kannst. Versuche also, Dein Mini-Farming so nah wie möglich am Haus zu betreiben.

Das Konzept Mini-Farming

Das Grundprinzip von Mini-Farming besteht darin, den vorhandenen Platz so gut wie möglich auszunutzen. Die erste Voraussetzung hierfür ist, seine Beete mit Tiefkultur anzulegen. Dafür gräbst Du drei Spaten tief um und wirfst die Erde locker in das Beet. Dieses darfst Du nun nicht mehr betreten. Durch die lockere Erde graben sich die Pflanzen tief ein und behindern sich mit ihren Wurzeln nicht gegenseitig in der Breite. Dadurch lassen sich deutlich mehr Pflanzen auf kleinem Raum kultivieren.

Wenn Du im oder am Haus Mini-Farming betreiben willst, brauchst Du sehr große Töpfe, in die Du fruchtbare Erde füllst. Hier gilt ebenfalls das Prinzip der lockeren Erde, sodass mehr Pflanzen auf kleinem Raum gezogen werden können. Du kannst deine täglich anfallenden Essensreste unter die Erde mischen oder Kompost in einer Wurmkiste erzeugen. Diese Komposterde ist so fruchtbar, dass sie deine Pflanzen über Monate hinweg mit Nährstoffen versorgt. Fülle jedoch niemals Fleisch- oder Wurstreste in deinen Kompost, der dann verderben würde.

Um mit Mini-Farming erfolgreich zu sein, pflanze mehrere Gemüse gleichzeitig an eine Stelle. Das funktioniert sehr gut, wenn sie verschiedene Höhen beim Wachstum erreichen. So kannst Du unter langen Bohnen oder Erbsen noch Kohl, Mais, Porree, oder rote Beete ziehen. Mangold, Salat und Spinat versorgen Dich das ganze Jahr über mit Vitaminen. Vergiss nicht den Anbau von Kräutern, mit denen jedes Essen zu einem Genuß wird.

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Deine kleine Farm

Wenn Du im eigenen Garten Mini-Farming betreibst, kannst Du auch Deine Versorgung mit Fleisch und Eiern sicherstellen. Halte Dir ein paar Hühner, die Deinen Garten mit ihren Ausscheidungen düngen und Dir Eier und Fleisch liefern. Auch die Kaninchenzucht ist einfach und versorgt Dich dennoch dauerhaft mit Fleisch. Wenn Du nicht selbst schlachten möchtest, verbünde Dich mit einem Nachbarn, der diese unangenehme Aufgabe gegen Überlassung eines Tieres für Dich erledigt.

Wenn Du Mini-Farming auf dem Balkon betreibst, achte auf die Statik, wenn Du mehrere Beete mit vielen Kilo Erde anlegst. Überlege Dir Methoden, Deinen eigenen Garten vor Eindringlingen zu schützen.

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Letzte Aktualisierung am 23.10.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API