Feuerwehr zukünftig mit zusätzlichen Aufgaben

Denkt man an die Feuerwehr, dann sieht man Feuerwehrleute die Feuer löschen, Menschen retten, bergen oder schützen. So sind die Feuerwehrleute nicht nur zur Brandbekämpfung im Einsatz, sondern auch bei Hochwasser oder bei der Bergung von Unfallopfern nach schweren Verkehrsunfällen.

In Zukunft wird vielen Feuerwehren im Land eine zusätzliche Aufgabe übertragen, die Krisenvorsorge.

Was tun, wenn der Strom ausfällt?

Während man früher beim Gedanken an die Krisenvorsorge häufig an bewaffnete Angriffe im Kriegsfall dachte, denkt man heute eher an terroristische Angriffe oder auch an einen Hackerangriff. So wurden zum Beispiel Anfang des Jahres 2017 zahlreiche Telekomrouter gehackt, was zu Kommunikationsproblemen geführt hat. Doch was ist, wenn ein Hacker nicht einen Telekomrouter, sondern ein Kraftwerk hackt und die Stromversorgung auf Grund dessen zusammen bricht?

Der Feuerwehr geht es dabei dann zukünftig darum, die Versorgung mit Trinkwasser und Nahrung sicherzustellen. Durch die Vernetzung mit dem Internet sind Versorgunseinrichtungen ein mögliches Angriffsziel aus dem Internet, wodurch mit einem Schlag viele Menschen von der Versorgung angeschnitten werden würden.

Während es auf Bundes- und Landesebene schon länger Notfallkonzepte, auch für Hackerangriffe, gibt, muss in den einzelnen Kommunen vor Ort ein örtlicher Lösungsansatz erfolgen. Das Bundeskonzept muss sozusagen auf die regionale Ebene heruntergebrachten werden.

Hilfe zur Selbsthilfe

Auf Grund des technischen Fortschritts und des Wohlfahrtsstaats sind viele Menschen von diesen Errungenschaften abhängig. Grundsätzlich ist es jedoch auch wichtig, dass die Menschen sich wieder selbst helfen können.

Hierzu gehört natürlich die Bevorratung von Wasser und Lebensmitteln in den eigenen vier Wänden, so dass man die ersten Tage ohne Versorgung überleben kann. Natürlich muss man sich und andere jedoch auch versorgen können. Sei es durch Selbstverteidigungsmaßnahmen oder durch die Versorgung mit Lebensmitteln.

Auch die Kenntnisse in der „Ersten Hilfe“ sollten unbedingt aufgefrischt werden. Notfallambulanzen und Krankenhäuser berichten häufig davon, dass viele Menschen auch mit kleinsten Schnittverletzungen zur Notfallversorgung kommen, obwohl man diese mit „Erste-Hilfe-Maßnahmen“ behandeln lassen könnte.

All das ist ein Grund um sich auf mögliche Krisenszenarien vorzubereiten